Großer Andrang

Schnee lockt Wintersportler in den Harz

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Schierke - Im Harz hat sich doch langsam Winterwetter durchgesetzt: Auf dem Brocken wächst die Schneedecke. Und auch Orten wie Braunlage und St. Andreasberg schneit es am Sonntag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Wintersportler nutzen das ausgiebig aus.

Zahlreiche Wintersportler sind am Wochenende mit Skiern, Snowboards und Schlitten in den Harz geströmt. Trotz Nebel, Sturmböen, Schneefall und Graupelschauern waren die Parkplätze rund um den Wurmberg in Braunlage komplett belegt. Die Autos stauten sich auf der Zufahrt und im Ort, die Polizei sprach von chaotischen Verkehrsverhältnissen. Etliche Lifte und Pisten waren geöffnet. Am Hexenritt-Sessellift bildeten sich lange Warteschlangen. Auch in Torfhaus, das am Sonntag in dichtem Nebel lag, hatten sich viele Besucher eingefunden. Der Parkplatz war schnell belegt, die Fahrzeuge standen entlang der Bundesstraße.

Langläufer müssen sich hingegen noch gedulden - bislang sind nur 10 von mehr als 640 Kilometer der Loipen imHarz gespurt. Dafür sind viele Winterwanderwege präpariert.

Auf dem höchsten Berg Norddeutschlands, dem 1141 Meter hohen Brocken im Harz, wuchs die Schneedecke weiter. In der Nacht zum Sonntag seien noch einmal kräftig Flocken gefallen, so dass die Schneehöhe jetzt um 7 auf 38 Zentimeter gestiegen sei, sagte ein Beobachter der dortigen Wetterstation. Bei minus vier Grad werde der Schnee auch liegen bleiben. Um die Fernsicht war es jedoch nicht gut bestellt, der Berg war in eine dicke Nebeldecke gehüllt.

Im Ostharz wurde trotz fehlenden Schnees die Schlittenhunde-Saison eröffnet. Tausende Besucher verfolgten am Wochenende das Rennen in der Ausflugs- und Westernstadt Pullman City in Hasselfelde. Etwa 50 Gespanne mit rund 250 Hunden waren auf der drei Kilometer langen Strecke unterwegs, teilte eine Sprecherin des Vereins Reinrassige Schlittenhunde (Berlin) am Sonntag mit. Die Hunde wurden anstelle vor Schlitten vor Wagen gespannt.

Mit Schneefällen ist in den kommenden Tagen nicht zu rechnen. Das Wetter werde verhältnismäßig ruhig sein, es werde kaum noch Wind geben, sagte Meteorologe Josef Kantuzer vom Deutschen Wetterdienst. Freundlich wird es aber nicht - von der Nordsee kommen feuchte Luftmassen, die Regen und Sprühregen mitbringen. In den Höhenlagen könnten dann einige Schneeflocken fallen, nachts ist mit Glätte zu rechnen.

Zum Beginn der Schlittenhundesaison im Ostharz mussten die Teilnehmer allerdings mangels weißer Pracht von Schlitten auf Wagen umsteigen.

dpa/sbü

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