Ist das noch normal?

Schneerekord zum Frühlingsanfang

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Foto: Der verschneite Frühlingsanfang kann auch schöne Seiten haben.

Hannover - Der Frühling ist im Nordosten mit jeder Menge Schnee gestartet, auch in Hannover schneite es ab Mittwochnachmittag. Grau und nasskalt soll es in den nächsten Tagen in Deutschland weiter gehen.

Im Nordosten Deutschlands hat der Frühling mit einem Schneerekord begonnen. 27 Zentimeter hoch lag der Schnee am Mittwochmorgen in Laage (Mecklenburg-Vorpommern), damit sei dort der bisherige März-Rekord vom 2. März 2005 um sechs Zentimeter übertroffen worden, sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Weite Teile Norddeutschlands waren tief verschneit: 26 Zentimeter in Lübeck, 18 Zentimeter in Goldberg (Mecklenburg-Vorpommern) und 17 Zentimeter in Putbus auf der Insel Rügen. „Für einen 20. März sind das stolze Höhen“, sagte Trippler. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia fielen in der Nacht zum Mittwoch in Rambin im südwestlichen Teil Rügens sogar 35 Zentimeter Neuschnee. Putbus liegt 20 Kilometer von Rambin entfernt.

Auf Rügen fuhr am Morgen kein einziger Schulbus, wie ein Sprecher des Rügener Personennahverkehrs am Mittwoch sagte. Für viele Schüler fiel daher der Unterricht aus. Fahrzeuge der Straßenmeisterei waren auf Land- und Nebenstraßen damit beschäftigt, die teilweise meterhohen Schneewehen zu beseitigen. Auch auf den küstennahen Strecken im Landkreis Nordwestmecklenburg konnten die Schulbusse am Mittwochmorgen viele Dörfer links und rechts der Hauptstrecke nicht anfahren.

Wenig verwunderlich, dass der März im Norden bisher bis zu vier Grad kälter war als im langjährigen Durchschnitt, im Süden beträgt die Abweichung nur ein bis zwei Grad. Am „wärmsten“ war es am Alpenrand, wo es an den ersten 19 März-Tagen nur null bis ein Grad zu kalt war.

Ein stabiles Frühlingshoch mit Sonnenschein und blauem Himmel ist nach wie vor nicht in Sicht. Allenfalls am Freitag könnte es einen Hauch von Frühling geben, sagte Trippler. Dann treibt die Sonne im Süden und Südwesten die Temperaturen auf zweistellige Werte. „Im Nordosten bleiben aber die Kühlschranktemperaturen und hier und da fällt auch noch die eine oder andere Schneeflocke.“ Mindestens noch eine Woche werde es in Deutschland insgesamt grau und nasskalt bleiben, sagte Trippler.

dpa

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