Vivien Konca wird „Miss Germany 2014“

Sie ist die Schönste im ganzen Land

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Foto: Vivien Konca ist die Schönste im ganzen Land.

Rust/Hannover - Für die Hannoveranerin Isabel Krämer hat es nicht ganz gereicht: Die schönste Frau der Republik kommt diesmal aus Nordrhein-Westfalen, nicht aus Hannover. Studentin Vivien Konca ist die neue "Miss Germany 2014". Sie will Deutschland "ein Gesicht geben".

Vivien Konca bleibt vor Glück die Sprache weg. Sie nimmt die Hände vors Gesicht und braucht einige Zeit, bis sie wieder Worte findet. "Ich könnte vor Freude die ganze Welt umarmen", sagt die 19-Jährige und schreitet über den Laufsteg - mit Siegerkrone und Schärpe. Die junge Frau mit den langen blonden Haaren ist "Miss Germany 2014". Sie setzte sich bei der Wahl in der Nacht zum Sonntag im Europa-Park in Rust bei Freiburg gegen 23 Konkurrentinnen aus der ganzen Republik durch und wird zur Schönheitskönigin gekürt. Sie ist nun ein Jahr lang offiziell die Schönste im ganzen Land.

Unsere Miss Niedersachsen ist am Sonnabend noch nicht einmal unter die ersten acht Platzierten gekommen. Nein, sie werde wahrscheinlich nicht noch einmal bei einer Misswahl antreten, sagt Isabel Krämer. Doch enttäuscht sei sie nicht. "Es träumen haufenweise Mädchen davon, einmal dabei zu sein, und ich habe es geschafft. Darauf bin ich stolz", sagt sie und es klingt schon irgendwie ein wenig trotzig: "Ich bin ja immerhin noch Miss Niedersachsen." Und als solche habe sie ja jetzt auch Verpflichtungen. Außerdem möchte die Chefsekretärin einer Anwaltskanzlei und Tanzmariechen sich wieder mehr den Lindener Narren und dem Tanzen widmen. "Und dann fange ich jetzt auch an zu singen", erklärt sie. Langfristig möchte sie im Tonstudio selbst Lieder aufnehmen.

"Ich möchte Deutschland ein Gesicht geben", sagt Konca nach dem Sieg. Die Studentin aus Baesweiler bei Aachen in Nordrhein-Westfalen gibt mit ihrer Körpergröße von 1,74 Metern eine gute Figur ab. Anfang Januar ist sie "Miss Nordrhein-Westfalen" geworden und hat sich damit für die deutschlandweite Wahl qualifiziert. Und auch hier entscheidet sie das Schaulaufen der Schönen für sich. Sie muss sich, wie alle Teilnehmerinnen, in Abendkleid und Badeanzug präsentieren.

Für die auf ein Jahr begrenzte Tätigkeit als Schönheitskönigin möchte sie ihr Duales Studium zur Handelsfachwirtin unterbrechen. "Wenn ich etwas mache, dann will ich stets mein Bestes geben." Ihr Arbeitgeber, eine Modekette, wird auf sie verzichten müssen.

Im vergangenen Jahr hat sie Abitur gemacht, mit dem Titel „Miss Germany“ geht für sie ein Traum in Erfüllung. Um vorbereitet zu sein, hat Konca zuvor gelegentlich als Model gearbeitet.

Als sie bei der Miss-Wahl schließlich im Finale steht, kullern die Tränen. "Ich bin ein sehr emotionaler Typ. Ich bin überwältigt, dass ich hier stehen darf", sagt die 19-Jährige. Und bleibt kurze Zeit sprachlos. An ihren Fähigkeiten kann es nicht liegen. "Ich spreche fünf Sprachen", erzählt sie später: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Polnisch, weil ihre Mutter polnische Wurzeln hat. Im Publikum drücken die ganze Familie und ihr Freund die Daumen. Nur der 13 Jahre alte Bruder ist zu Hause geblieben.

"Ich bin stolz, in Deutschland zu leben und dieses Land nun zu repräsentieren", sagt Konca. In ihrer Freizeit geht sie häufig tanzen, zudem reist sie gerne. Hierfür hat sie nun Gelegenheit.

"Es beginnt nun eine neue Welt", verspricht Organisator Horst Klemmer. "Miss Germany" ist an mehr als 200 Tagen im Jahr im Einsatz, bei Terminen im In- und Ausland. Für den Sieg erhält die Schönheitskönigin neben der Krone unter anderem einen Kleinwagen, Schmuck, Kleider sowie eine Reise nach Kroatien.

Gewählt worden ist sie von einer Jury. Schlagersänger Roberto Blanco macht sich dort ebenso ein Bild von den Frauen wie Box-Weltmeister Marco Huck oder Schönheitschirurg Werner Mang.

Der frühere Fußballmanager Reiner Calmund hat seinen Jury-Kollegen gleich zu Beginn die Linie vorgegeben: "Nix im Kopf und viel in der Bluse – das läuft hier nicht", sagte der 65-Jährige. Die schönste Frau Deutschlands brauche Ausstrahlung und Wissen. "Bei der Siegerin ist das absolut der Fall", sagt er später. "Sie hat das Zeug dazu, unser ganzes Land würdig und mit Stil zu vertreten."

Alleine bleibt "Miss Germany" nicht. Sie hat zwei Stellvertreterinnen: Vize-Königin ist die Aushilfe Catharina Leers (21) aus Verl in Nordrhein-Westfalen, Drittplatzierte die 19 Jahre alte Studentin Evelyn Konrad aus Böblingen in Baden-Württemberg.

hs/dpa

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