Feldjägertag

Schostok schmeichelt den Soldaten

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Foto: Stefan Schostok schreitet erstmals mit Soldaten eine Front ab.

Hannover - Auch wenn er den Auftritt in der Emmich-Cambrai-Kaserne in großer Hitze nicht ganz fehlerfrei absolvierte – die deutschen Militärpolizisten sind dankbar, dass ihnen Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok die Ehre erwies und sogar bereit war, erstmals eine Front angetretener Soldaten abzuschreiten.

Begleitet von Oberst Hubert Katz, amtierendem Kommandeur aller deutschen Feldjäger, und Brigadegeneral Bernd Josef Kropf vom Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, beeindruckte Schostok am Freitag rund 600 Gäste, die sich zum Feldjägertag eingefunden hatten. Der SPD-Politiker hob die enge Verbundenheit zwischen der Landeshauptstadt und der Bundeswehr hervor. Insbesondere würdigte er den vor fünf Jahren vollzogenen Umzug der Schule für Feldjäger und Stabsdienst nach Hannover sowie die seit Jahrzehnten bestehende Patenschaft mit der 1. Panzerdivision. „Der Sommerbiwak“ und „der Heeresmusikkorps“ wurden ausdrücklich von ihm gelobt, aber leider falsch bezeichnet.

Oberst Katz als Vertreter des im Kosovo-Einsatz befindlichen Feldjägergenerals Udo Schnittker erinnerte daran, dass die Verkleinerung der deutschen Militärpolizei inzwischen „strukturell abgeschlossen“ sei. Statt einstmals mehr als 4800 Feldjäger hat die Armee jetzt nur noch 2770. Jeder zehnte befindet sich im Auslandseinsatz. Im Inland waren im vergangenen Jahr bundesweit 70.304 Aufträge zu erledigen, im Schnitt 192 pro Tag. Dabei ging es auch darum, Schwertransporte oder Kolonnen der US-Armee und der Niederländer abzusichern.

Ein Höhepunkt des Feldjägertages war der ranghöchsten amerikanischen Militärpolizistin in Europa gewidmet. Colonel Amy Turluck, den deutschen Soldaten seit langer Zeit freundschaftlich verbunden, tritt in den Ruhestand und erhielt zum Abschied ein besonderes Geschenk: eine Deutschlandfahne, dekoriert mit dem Stern der Feldjäger.

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