Chemikalien-Unfall an Hamburger Schule

Schüler sollen Reizstoff versprüht haben

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Foto: Am Mittwoch ist an einer Hamburger Schule ein unbekannter Reizstoff ausgetreten, der 60 Menschen leicht verletzte. Zwei Jugendliche sollen den Reizstoff versprüht haben.

Hamburg - Nach dem Chemikalien-Unfall in einer Hamburger Schule sind zwei Schüler im Alter von 15 und 16 Jahren von der Polizei kurzzeitig festgenommen worden. Die beiden Schüler stehen im Verdacht, für das Austreten eines reizenden Stoffes verantwortlich zu sein, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag.

An der Stadtteilschule in Hamburg-Bergedorf war am Mittwoch ein unbekannter Stoff ausgetreten und hatte etwa 60 Menschen leicht verletzt. 32 Schüler und 4 Lehrer wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Betroffenen, unter ihnen auch Eltern, klagten über Atemwegsreizungen, Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen.

Um welchen Schadstoff es sich handelte, war weiter unklar. Nach ersten Messergebnissen glaubte die Feuerwehr, dass es sich um ein Lösungsmittel handelte. Bei der Durchsuchung der Schule sei allerdings eine Dose Pfefferspray zur Abwehr von Tieren gefunden worden, teilte die Feuerwehr mit. Anfangs war als Ursache bereits ein Reizstoff vermutet worden. Zur Unglücksursache konnte die Feuerwehr zunächst nichts sagen, wahrscheinlich sei die Chemikalie in der Jungentoilette ausgeströmt. Die Feuerwehr war mit 60 Mann an der Schule im Einsatz.

dpa

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