Ermittlungen gegen Polizisten

Schünemann will Waffenunterschlagung prüfen

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Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) will Unregelmäßigkeiten in Sachen die Waffenabgabe nachgehen.

Hildesheim - Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) will alle Sicherheitsmechanismen bei der freiwilligen Waffenabgabe von Bürgern an die Behörden auf den Prüfstand stellen. Hintergrund sind Ermittlungen gegen einen Mitarbeiter der Polizei, der mit eingesammelten Gewehren gehandelt haben soll.

Der Angestellte der in Hildesheim angesiedelten Waffensammelstelle der Polizei steht im Verdacht, diverse Objekte unterschlagen zu haben, die eigentlich vernichtet werden sollten.

Nach Angaben der "Bild" (Donnerstag) wurden die Waffen freiwillig von Bürgern bei der Polizei abgegeben.

Nach dem Amoklauf von Winnenden hatten die Behörden die Bürger dazu aufgerufen, Waffen im illegalen Besitz freiwillig abzugeben - oft handelte es sich dabei etwa um Erbstücke. Bis 2010 galt auch eine Amnestieregelung, nach der der illegale Besitz von Waffen nicht von der Polizei verfolgt wurde, wenn die Gewehre freiwillig herausgerückt wurden.

Daraufhin gaben Bürger in Niedersachsen laut "Bild" über 40.000 Waffen freiwillig bei der Polizei ab, darunter Offizierssäbel aus dem 2. Weltkrieg, selbst gebastelte Pistolen, Bajonette und alte Jagdgewehre.

Die eingesammelten Waffen sollten eigentlich alle in den Hochöfen der Salzgitter AG eingeschmolzen werden. Mit der Entsorgung der Waffen war auch der Polizei-Mitarbeiter betraut, gegen den jetzt ermittelt wird.

dpa/kas

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