Burschenschaft Germania

Schüsse aus Softair-Pistole auf Wohnheim

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Göttingen - Nach Schüssen aus einer sogenannten Softair-Pistole auf ein gegenüberliegendes Studentenwohnheim hat die Göttinger Burschenschaft Germania ihr Bedauern geäußert – und Konsequenzen gezogen: Der Mietvertrag mit den an der Tat Beteiligten sei fristlos gekündigt worden, teilte sie mit.

Ein 21 Jahre alter Mann hatte am Sonntag vom ersten Stock des Germania-Hauses mehrere Schüsse in ein Zimmer im Erdgeschoss des Studentenwohnheims abgegeben. „Wir sind froh, dass dabei niemand zu Schaden gekommen ist“, betont die Studentenverbindung in einem Schreiben an die Wohnheimbewohner. Die Polizei ermittelt gegen den Schützen, der die Tat eingeräumt haben soll, wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Ein zweiter Mann soll nach Angaben der Wohnheimbewohner ebenfalls beteiligt gewesen sein.

Leider sei durch das „Ereignis“ das nachbarschaftliche Verhältnis schwer gestört worden, erklärte Germania-Senior Simeon Atkinson. „Wir nehmen das Geschehene ernst und haben daher sofort Konsequenzen eingeleitet. Gewaltsames Verhalten und die Missachtung fremden Eigentums dürfen nicht toleriert werden.“ Die Burschenschaft distanziere sich von der Tat. Die Beteiligten seien nicht mehr Mitglied der Burschenschaft Germania gewesen. Nach Auskunft der Burschenschaft wurde dem Schützen erst vor drei Wochen die Mitgliedschaft aus nicht genannten Gründen entzogen. „Mit dem gestrigen Vorfall wurde das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen der linken Szene und den Göttinger Studentenverbindungen weiter aufgeheizt und damit dem Klima in Göttingen Schaden zugefügt“, heißt es in dem Schreiben der Burschenschaft. „Wir wünschen uns anstelle aufgeheizter Stimmung ein friedvolles und gewaltfreies nachbarschaftliches Nebeneinander.“

Von Michael Brakemeier

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