Schauspieler bittet um Spenden

Til Schweigers Stiftung legt los

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Foto: Schauspieler Til Schweiger bei der Premiere seines Films "Honig im Kopf" im Dezember 2014 in Hamburg.

Hamburg - Um traumatisierten Kindern zu helfen, baut Til Schweiger eine neue Stiftung auf, und seit Donnerstag kann jeder den Schauspieler dabei unterstützen: Schweiger wirbt im Internet um Geld- und Sachspenden.

Schweiger hatte im August angekündigt, eine Stiftung zu gründen. Sie soll "die Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher jeglicher Herkunft" verbessern und ihnen "Bildung und soziale Integration" ermöglichen. Das kündigt die "Til Schweiger Foundation" auf ihrer Homepage an. Die Seite ging am Donnerstag online. Die Stiftung werde aber nicht nur Flüchtlingskindern helfen, angesichts der aktuellen Ereignisse liege aber der Fokus darauf, erklärte Schweiger am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Menschen auf der Flucht – Deutschland hilft".

Die Stiftung war am 21. August gegründet worden und befindet sich nach eigenen Angaben "noch im Aufbau". Sie kann aber schon unterstützt werden: Die "Til Schweiger Foundation" wirbt um Geld- und Sachspenden. Auch Kooperationen sind möglich. Bankverbindung und Kontaktmöglichkeiten sind auf der Internetseite aufgeführt. Weitere Angaben dazu fehlen bisher, sollen aber noch folgen. Die Stiftung wird von einem Beirat unterstützt. Zu den Mitgliedern gehören der Musiker Thomas D, Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner, Vize-Kanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel sowie Fußball-Bundestrainer Jogi Löw. Vorsitzender des Stiftungsvorstands ist Andreas Barner.

Schweiger hat auch schon ein konkretes Vorhaben beschrieben: Er will Flüchtlingen in Osnabrück helfen. In ihrer Unterkunft soll eine Schreinerei und eine Werkstatt eingerichtet sowie ein drahtloses Funknetzwerk (WLAN) aufgebaut werden. Das hatte Schweiger in der ARD-Sendung „Maischberger“ angekündigt.

Der Schauspieler bekommt für seinen Engagement nicht nur Unterstützung, sondern wird dafür auch kritisiert, zum Beispiel von Mario Adorf. Von einem Anwalt aus Münster wurde er sogar wegen angeblicher Volksverhetzung angezeigt. Schweiger nannte den Mann daraufhin einen "Schwachmaten".

wer

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