Orkanböen an der Küste und im Harz

Schwerer Herbststurm trifft den Norden

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Hannover - Wetterdienste warnen davor, sich am Montag im Freien aufzuhalten: Ein Tiefdruckgebiet zieht über Nordwestdeutschland hinweg und verwandelt starken Wind in einen Herbststurm. Die Nordseeküste und der Harz sollen sogar von Orkanböen mit bis zu 150 Stundenkilometern getroffen werden.

An der niedersächsischen Küste wird der erste schwere Herbststurm erwartet: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Orkanböen, die am Montag mit einer Windstärke von bis 12 die ostfriesischen Inseln und die Nordseeküste treffen könnten. Die Warnung galt auch für den Brocken, den höchsten Berggipfel im Norden. Bereits am Sonntag sollte es an der Küste Sturmböen bis Stärke 9 geben. Außerdem wurde vor Starkregen gewarnt. Bis zum Sonntagnachmittag gab es in Niedersachsen und Bremen laut Polizei keine großen Störungen durch das Unwetter.

Zwischen Bremerhaven und Bremen kam es zu Behinderungen im Zugverkehr, nachdem ein Baum auf die Gleise gestürzt war und die Oberleitung beschädigte. Die Strecke war bis zum Abend gesperrt. Auf dem Bremer Freimarkt musste ein Riesenrad für kurze Zeit den Betrieb einstellen, konnte aber wenig später weiter fahren. Auf der Bundesstraße 65 kam es am Nachmittag zu einer vierstündigen Sperrung, nachdem eine Sturmböe eine 20 Meter lange Baustellensicherung auf die Fahrbahn gedrückt hatte. "Die Lage ist bislang ruhig", sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover.

Auch die Region Hannover wird von dem Sturm getroffen. Bis Sonntagabend hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis 60 Stundenkilometer angekündigt, in Spitzen sind sogar Geschwindigkeiten von bis zu bis 85 Stundenkilometer möglich. Das entspricht Windstärke 9. Zudem wird es in den kommenden Tagen kühler: Von 18 Grad am Sonntag gehen die Höchstwerte auf 12 Grad am Dienstag zurück.

mic/frs/dpa

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