Nach Randale in Dubai

Scorpions-Drummer hinter Gittern

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Foto: Nicht ganz so friedlich, wie es scheint: James Kottak.

Hannover - Der Scorpions-Schlagzeuger James Kottak (51) musste sich am Dienstag vor einem Gericht in Dubai verantworten, weil er auf einem Flughafen randaliert hatte. Der Vorfall ereignete sich bereits am 3. April, seither sitzt Kottak hinter Gittern.

Das kann man „Rock 'n' Roll“ nennen: Wie Bild-Online am Dienstag berichtete, soll der Scorpions-Drummer James Kottak seit dem 3. April im Gefängnis von Dubai sitzen. Der gebürtige US-Amerikaner soll im Wartebereich des Flughafens von Dubai die Beherrschung verloren haben, wobei er Passagiere anbrüllte und beschimpfte sowie sein Hinterteil entblößte. Dabei soll er sich laut Angaben eines Polizeibeamten über „dumme Muslime“ geärgert haben. Die Zeitung „The National“ berichtete, ein anderer Zeuge soll beobachtet haben, wie sich Kottak weigerte in ein Flugzeug zu steigen, in dem Passagiere aus Pakistan mitfliegen sollten. Dabei habe er sich die Nase zugehalten und gesagt „Mit denen fliege ich nicht“.

Daraufhin nahm die Flughafen-Polizei den Rockstar fest, der bis Dienstag in Untersuchungshaft saß. Beim Gerichtstermin am Dienstag verteidigte sich Kottak gegen die Vorwürfe. So habe er seine Hose nicht runter, sondern sein T-Shirt hochgezogen, um sein Tattoo zu präsentieren. Dass er Alkohol getrunken hatte, bestritt er nicht, fügte jedoch hinzu, dass er weder betrunken noch nüchtern Muslime beleidigen würde. Der Richter verhängte eine Geldstrafe von 2000 Dirham (ca. 400 Euro) und einen Monat Haft. Die Gefängnisstrafe hat Kottak größtenteils durch seine Untersuchungshaft verbüßt. Er wird in den nächsten Tages frei kommen.

Die Deutschland-Tour der Scorpions, die am Montag gestartet ist, wird trotz des fehlenden Drummers wie geplant stattfinden. Die Band will schlichtweg mit einem anderen Schlagzeuger auftreten.

mri

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