Tödlicher Einsatz in Holzminden

SEK-Beamter schoss offenbar in Notwehr

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SEK-Einsatz: Die Beamten aus Hannover waren zur Unterstützung angefordert worden.

Holzminden - Nach dem tödlichen SEK-Einsatz kurz vor Weihnachten in Holzminden stehen die Untersuchungen vor dem Abschluss. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit davon aus, dass der Polizist auf einen 29-Jährigen in Notwehr schoss.

Ermittelt werde wegen Totschlags gegen ein Mitglied eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, am Donnerstag. Derzeit werde davon ausgegangen, dass der Beamte geschossen habe, als er von dem Mann mit einem Messer attackiert wurde. Die Frage, ob das Verfahren jetzt wegen Notwehr eingestellt werde, beantwortete die Sprecherin nicht.

Die „Neue Presse“ hatte berichtet, der Grünen-Landtagsabgeordnete Belit Onay fordere eine offizielle Unterrichtung des Innenausschusses des Landtags über die Todesumstände des türkischstämmigen Opfers. In türkischen Medien habe der Fall für viel Schlagzeilen gesorgt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das SEK war 19. Dezember zu Hilfe gerufen worden, weil sich Angehörige von dem psychisch kranken 29-Jährigen bedroht fühlten. Er hatte sie mit dem Messer und einem Vorschlaghammer angegriffen.Als das SEK den Mann überwältigen wollte, verletzte der 29-Jährige einen Diensthund mit Messerstichen. Der SEK-Beamte habe daraufhin auf den Oberschenkel des Mannes geschossen, aber nicht getroffen, sagte Pannek. Dann sei der 29-Jährige mit erhobenem Messer auf den Beamten losgegangen. In dieser Situation habe der Polizist aus etwa zwei Metern Entfernung einen zweiten Schuss abgefeuert, der den 29-Jährigen tödlich verletzte.

dpa/r.

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