"Wie ein riesengroßer Fisch"

Seltener Schnabelwal an Ostsee gestrandet

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Foto: Der Schnabelwal schwimmt im flachen Wasser der Ostsee am Anleger in Wohlenberg.

Stralsund - Ein seltener Schnabelwal ist am Freitag an der Ostseeküste vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandet. Das vier Meter lange Tier wurde am Anleger in Wohlenberg entdeckt und dann von zwei Anglern wieder ins tiefere Wasser gehievt.

"Wir hoffen, dass das Tier den Weg raus aus der Wohlenberger Wiek findet", sagt der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Harald Benke, in Stralsund. Das betroffene Gebiet ist ein Teil der Wismarer Bucht. Die in atlantischen Gewässern lebenden Schnabelwale mit ihrer prägnanten langgezogenen Schnauze sind nach Angaben der Forscher des Meeresmuseums äußerst selten.

Der Berliner Andreas Müller, der zu einem Feuerwehrwettkampf an die Küste gereist war, hatte das Tier entdeckt, als er beim Angeln auf dem Anleger stand. "Ich dachte zuerst, das sei ein riesengroßer Fisch." Das Tier sei im 40 bis 50 Zentimeter tiefen Wasser auf Grund gelaufen. Zunächst habe er selbst versucht, den Wal zu drehen. Als das nicht gelang, habe er zwei im Wasser stehende Angler zu Hilfe gerufen, berichtete Müller.

dpa

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