Kanada

Sicherheitskräfte vereiteln Al-Quaida-Anschlag auf Fernzug nach New York

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Foto: Kanadische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen Anschlag islamistischer Terroristen auf einen Fernzug nach New York vereitelt. Zwei Männer seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Montreal/Washington - Eine Woche nach dem Bomben-Anschlag auf den Boston-Marathon sollen zwei mutmaßliche Terroristen in Kanada einen Anschlag auf einen Personenzug von Toronto nach New York geplant haben. Kanadische Sicherheitskräfte stellten die Verdächtigen. Angeblich bestünde ein Zusammenhang mit Al Quaida, wie ein Polizeisprecher am Montag (Ortszeit) mitteilte.

Kanadische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen Terroranschlag islamischer Terroristen auf einen Personenzug nach New York vereitelt. Zwei Männer seien festgenommen worden, teilte Polizeisprecher James Malizia am Montag in Toronto mit. Sie hätten "Anweisungen und Unterstützung" von mutmaßlichen Mitgliedern des Terrornetzwerks Al Quaida aus dem Iran erhalten. Den Planungen zufolge sollte der Anschlag auf eine Brücke im Großraum Toronto verübt werden und dem Fernzug nach New York gelten. Die Tat habe aber nicht unmittelbar bevorgestanden. Auch gebe es keinen Zusammenhang mit dem Anschlag beim Boston Marathon vor einer Woche.

"Wäre dieser Plan umgesetzt worden, wären dabei unschuldige Menschen getötet oder verletzt worden", sagte Malizia. Die beiden Verdächtigen seien in Montreal und Toronto festgenommen worden. Über ihre Nationalität schwiegen die Ermittler. Medienberichten zufolge handelt es sich jedoch nicht um Kanadier. Die Männer sollten am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Tatverdächtigen im Alter von 30 und 35 Jahren seien von Fahndern rund ein Jahr lang beobachtet worden. Bei den Ermittlungen hätten kanadische und US-Ermittler zusammengearbeitet.

Der Anschlag wurde nach ersten Erkenntnissen der kanadischen Polizei von einer Untergruppe der Terrororganisation Al Quaida im Iran geplant. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass die dortige Regierung etwas damit zu tun gehabt hätte, hieß es. Die Festgenommenen hätten Anweisungen und Geld aus dem Ausland erhalten, wie der Sender CBC unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete.

In den vergangenen Jahren waren wiederholt mutmaßliche islamistische Terroristen aus Kanada ins Visier der Fahnder geraten. So sollen an dem Angriff auf eine Gasförderanlage in Algerien Anfang des Jahres auch Extremisten aus Kanada beteiligt gewesen sein.

dpa

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