Keine Notwehr

Siebeneinhalb Jahre Haft nach tödlichem Schuss

Braunschweig - Das Landgericht Braunschweig hat einen 27-jährigen Mann zu siebeneinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Angeklagte hatte im November vergangenen Jahres bei einem Streit einen 31-Jährigen vor einer Bar in Braunlage erschossen. Er gab an aus Notwehr gehandelt zu haben - das sah das Gericht anders.

Nach einem tödlichenStreit vor einer Bar in Braunlage im Harz ist ein 27-Jähriger am Montag zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Braunschweig sprach den Mann des Totschlags schuldig.

Der Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, im November vergangenen Jahres auf einen 31-Jährigen geschossen zu haben. Allerdings will er aus Notwehr gehandelt haben. Er habe Angst um sein Leben gehabt, weil er sich deutlich unterlegen fühlte, sagte der Angeklagte.

Diese Notwehr erkannte das Gericht jedoch nicht. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von acht Jahren für den Mann gefordert. Sie ist überzeugt, dass dieser mit einer Pistole zweimal aus kurzer Distanz auf Hals und Brust des Opfers geschossen hatte. Augenzeugen gab es nicht.

dpa

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