Prozess in Göttingen

Sohn soll Mutter mit Messer enthauptet haben

Göttingen - Mit einem Fleischermesser soll ein Mann aus Göttingen seine Mutter tödlich verletzt und der sterbenden Frau den Kopf abgeschnitten haben. Seit Montag läuft vor dem Landgericht Göttingen der Prozess gegen den psychisch kranken 28-Jährigen. Vermutlich ist der Angeklagte schuldunfähig und wird in einer Psychiatrie untergebracht.

Nach Verlesung der Anklage wegen Totschlags schloss das Schwurgericht die Öffentlichkeit auf Antrag von Verteidigung und Nebenklage von der weiteren Hauptverhandlung aus. Der Vorsitzende Richter Ralf Günther begründete dies zum einen damit, dass der zur Tatzeit vermutlich schuldunfähige Angeklagte in der Psychiatrie untergebracht werden soll. Zum anderen würden schutzwürdige Interessen der Familie berührt. Der Ehemann der Getöteten und Vater des Angeklagten tritt als Nebenkläger auf.

Der 28-Jährige soll am 18. November 2014 in der gemeinsamen Wohnung in Göttingen mehrfach auf seine 48 Jahre alte Mutter eingestochen und ihr anschließend den Kopf abgetrennt haben. Für die Tat hat er laut Anklage ein Fleischermesser mit einer mehr als 20 Zentimeter langen Klinge benutzt. Damit soll er die Mutter sechsmal in den Oberkörper gestochen haben. Ein Stich traf den Herzbeutel. Der Angeklagte leidet einem vorläufigen Gutachten zufolge an Schizophrenie. Er will sich nach Angaben seines Verteidigers zwar zu seinen persönlichen Verhältnissen, nicht aber zu den Tatvorwürfen äußern. Die Staatsanwaltschaft strebt eine dauerhafte Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie an.

dpa

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