Polizei-Großeinsatz in zwei Bundesländern

Sondereinsatzkommando beendet vorgetäuschte Entführung

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Foto: Eine vorgetäuschte Entführung endete in der Nacht zum Freitag mit einem echten Einsatz eines Sondereinsatzkommandos.

Stelle/Rostock - Großeinsatz für die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen: Ein Mann täuscht vor, ein 9-jähriges Mädchen entführt zu haben. Während des Einsatzes wird ein Kampfhund erschossen.

Mit einer vorgetäuschten Entführung hat ein 32-Jähriger einen Polizeieinsatz in zwei Bundesländern ausgelöst. Wie die Polizei in Rostock in der Nacht zum Freitag mitteilte, hatte der Mann aus dem niedersächsischen Stelle bei Hamburg am Donnerstagmorgen wahllos bei zwei Familien in Schwerin angerufen und erzählt, er habe ein neunjähriges Mädchen in seiner Gewalt. Auch ohne eine Vermisstenmeldung nahm die Polizei den Anruf ernst und versuchte den vermeintlichen Entführer zu finden.

Im Laufe des Tages gelang es, den Wohnort des Anrufers zu ermitteln. Ein Sondereinsatzkommando nahm den Mann vor seiner Wohnung am späten Donnerstagabend fest, wie eine Sprecherin der Polizei berichtete. Er habe zugegeben, die Telefonate geführt zu haben. Ein entführtes Kind gäbe es aber nicht. Als Grund für seine Anrufe gab er laut Polizei an, unter Drogen gestanden zu haben.

Am Rande des Einsatzes kam es in Stelle zu einem unglücklichen Zwischenfall: Ein freilaufender Kampfhund habe die Menschen am Einsatzort angegriffen und sei von den Polizisten erschossen worden, berichtete die Polizei. Das Tier habe aber nicht dem angeblichen Entführer, sondern einer anderen Frau gehört, die den Hund laut Polizei ohne Leine herumlaufen ließ. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden.

dpa

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