Insel Rügen

Spaziergänger bleiben in Kreideschlick stecken

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Warnung vor dem Kreideschlick. Mehr als 1, 5 Millionen Besucher kommen nach Angaben der Nationalparkverwaltung schätzungsweise pro Jahr in den Nationalpark auf Rügen.

Sassnitz - Erneut ist ein Spaziergänger auf der Insel Rügen im Kreideschlick steckengeblieben. Der 28 Jahre alte Mann und seine 26 Jahre alte Ehefrau seien am späten Freitag von der Stubbenkammer nach Sassnitz an der Ostseeküste gewandert, als der Mann im Schlamm stecken blieb, teilte die Polizei in Neubrandenburg mit.

Er hatte versucht, über die von der Steilküste Tage zuvor abgerutschte Kreide zu laufen. Die Frau versuchte, Hilfe zu holen. Nach etwa 40 Minuten konnte sich der Mann jedoch selbst aus dem Schlick befreien.

Erst am Donnerstag war eine 54 Jahre alte Frau bei Sassnitz auf Rügen im Kreideschlick versunken. Als sie versuchte, sich zu befreien, geriet sie immer tiefer in den schlammigen Untergrund. Die Feuerwehr konnte die Frau schließlich später retten.

„Im schlimmsten Fall Lebensgefahr“

Das Tourismuszentrum des Nationalparks Königsstuhl warnte vor den Gefahren durch Kreideabbrüche. Gerade im Frühjahr, nach dem Ende der Frostperiode, berge die Küste ein besonders hohes Risiko, da es aufgrund starker Regenschauer schnell zu Erosionserscheinungen kommen könne. Es sei außerdem nicht erlaubt, sich im Nationalpark von den vorgegebenen Wegen zu entfernen. „Dabei begibt man sich im schlimmsten Fall in Lebensgefahr“, hieß es.

dpa

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