Schießerei in Salzgitter

Staatsanwaltschaft untersucht Waffen

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Foto: Als die Polizisten in dem bürgerlichen Wohngebiet eintrafen, kam es zum Schusswechsel.

- Nach einer Schießerei zwischen einem Polizisten und einem mutmaßlichen Einbrecher in Salzgitter ist der genaue Tathergang weiter unklar. Sowohl der Beamte als auch der Täter sind außer Lebensgefahr. Klar ist aber inzwischen, dass der verletzte Polizist einen Schuss abgegeben hat.

Nach der Schießereiin einem Wohngebiet in Salzgitter wartet die Staatsanwaltschaft Braunschweig auf die Genehmigung der Ärzte zur Vernehmung des verletzten Polizisten und des verletzten Einbrechers. "Wir klären heute noch mit den Medizinern, ob eine Vernehmung möglich ist", sagte die Braunschweiger Oberstaatsanwältin Birgit Seel. Der 33 Jahre alte Streifenpolizist und der 25 Jahre alte mutmaßliche Einbrecher mussten nach der Schießerei im Krankenhaus in Salzgitter operiert werden. Der Beamte wurde durch einen Schuss am Arm verletzt, der Täter am Hals. "Beide befinden sich nicht in Lebensgefahr", sagte Seel.

Nachbarn hatten am frühen Dienstagnachmittag einen Einruch im Salzgitteraner Stadtteil Bruchmachtersen gemeldet. Daraufhinwaren drei Streifenwagen zum Tatort gefahren. Als die Polizisten in dem bürgerlichen Wohngebiet eintrafen,verließ der Einbrecher gerade das Haus mit seiner Beute: nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Mittwoch Bargeld, verschiedene Wertgegenstände sowie Trauerkarten. Daraufhin kam eszu einem Gerangel zwischen dem verletzten Polizisten und dem Einbrecher, "in dessen Verlaufsich mehrere Schüsse lösten", wie die Anklagebehörde am Mittwoch mitteilte.

Offen ist damit auch noch, wer das Feuer eröffnet hat – Polizist oder Einbrecher. "Wir müssen die Waffen noch untersuchen." Insgesamt waren sechs Polizisten vor Ort. Weiteres könne sie aber erst nach der Untersuchung der Waffen sagen.

Noch unklar ist ebenfalls, ob der Einbrecher einen Komplizen hatte. "Die kriminalistische Erfahrung sagt uns das", sagte Seel: "Einer bricht ein, der andere steht Schmiere." Darum war am Dienstagnachmittag auch das Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes aus Hannover angefordert worden, um das Haus nach einem weiteren Täter zu durchsuchen. "Wir haben derzeit aber keine konkreten Erkenntnisseüber eine zweite Person." Darum werde auch nicht aktiv nach einem Komplizen gefahndet.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaftordnete das Amtsgericht die Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen an. Dabei seien keine Beute aus anderen Taten gefunden worden, auch keine Waffe. Auch ein möglicher Komplize wurde dort nicht angetroffen.

Offen sei noch, ob Haftbefehl beantragt wird.

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