72-Jähriger obduziert

Tod im Stau auf der A7 war kein Verbrechen

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Schwerer Unfall auf der A7: Der tote 72-Jährige starb im Stau eines natürlichen Todes.

Hannover - Der 72-jährige Hannoveraner, dessen Leichnam am späten Dienstagabend während eines Staus auf der A7 gefunden wurde, ist keinem Verbrechen zum Opfer gefallen.

Rechtsmediziner haben den Leichnam inzwischen untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mann eines natürlichen Todes starb. Alles spreche für einen plötzlichen Todeseintritt, der aufgrund massiver Vorerkrankungen des Hannoveraners eingetreten sei, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die blutende Wunde am Kopf des Mannes sei entstanden, als der Rentner zusammenbrach und auf dem Asphalt aufschlug.

Der Mann war am Dienstag gegen 21 Uhr im Bereich Soltau in einen kilometerlangen Stau geraten. Drei Stunden später standen die Fahrzeuge noch immer still, als Autofahrer, die sich die Beine vertreten wollten, den Leichnam des Mannes fanden. Der leblose Rentner lag neben seinem Kleinbus auf der Fahrbahn. Nicht zuletzt wegen der blutenden Wunde am Kopf des Hannoveraners mussten die Ermittler zunächst davon ausgehen, dass sie es mit einem Tötungsdelikt zu tun haben könnten. Die Beamten forderten daraufhin Verstärkung an, und noch in der Nacht zu Mittwoch befragten 50 Ermittler rund 700 im Stau stehende Autofahrer und nahmen deren Personalien auf. Anhand der Hinweise, die die Beamten erhielten, konnten sie unter anderem ausschließen, dass der Mann von einem Fahrzeug erfasst wurde und dadurch ums Leben kam.

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