450.000 Euro pro Jahr

Steuerzahlerbund kritisiert "Wolfsbüro"

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Hannover - Der Bund der Steuerzahler übt Kritik an der Einrichung des sogenannten Wolfsbüros vom niedersächsischen Umweltministerium. Nach Einschätzung des Steuerzahlerbundes muss das Land rund 450.000 Euro pro Jahr dafür aufwenden und finanziere damit unnötige Doppelstrukturen.

Der Berechnung seien acht Personalstellen, darunter zwei Veterinäre sowie die allgemeinen Arbeitsplatzkosten zugrunde gelegt, teilte der Verband am Freitag in Hannover mit. "Die Herkunft und die bisherige Verwendung dieser Mittel wurden nicht mitgeteilt", hieß es weiter.

Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler besteht durch das neue Wolfsbüro die Gefahr unnötiger Doppelstrukturen. Die Aufgaben des Büros, das Monitoring der Wölfe im Land, als auch die Begutachtung von möglichen Rissschäden würden bereits von anderen Stellen in der Landesjägerschaft und den Landkreisen erledigt.

Das "Wolfsbüro" wurde am 1. Juli in Hannover eröffnet. Es soll alle Maßnahmen des Wolfsmanagements koordinieren sowie als zentrale Informationsstelle fungieren und beschäftigt zunächst drei Biologinnen.Das Ministerium begründet die Einrichtung mit dem größeren Handlungsbedarf aufgrund der wachsenden Wolfspopulation im Land.

lni

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