Außergerichtliche Einigung

Strauss-Kahn zahlt Zimmermädchen 4,6 Millionen Euro

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Der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn muss 4,6 MIllionen Euro an ein New Yorker Zimmermädchen zahlen.

New York - Aufstieg und Sturz eines Franzosen: Angeblich erzwungener Sex in einem New Yorker Hotel hat Dominique Strauss-Kahn seinen Top-Job als IWF-Chef gekostet. Nun soll er sich mit dem Zimmermädchen geeinigt haben.

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn will einem Bericht der französischen Zeitung "Le Monde" zufolge sechs Millionen Dollar (rund 4,6 Millionen Euro) an das Zimmermädchen Nafissatou Diallo zahlen. Damit soll eine außergerichtliche Einigung im Zivilverfahren um angeblich erzwungenen Sex erzielt werden.

Auch nach einem Bericht der „New York Times“ haben sich die Anwälte von Strauss-Kahn und Diallo geeinigt. Allerdings sei die Vereinbarung noch nicht unterzeichnet, zitierte die Zeitung am Freitag den Verhandlungen nahestehende Personen. Die Anwälte sollen in der kommenden Woche vor einem New Yorker Gericht erscheinen. Das Zivilverfahren am Superior Court des Bronx County (US-Bundesstaat New York) war im August auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Der damalige Währungsfondschef war am 14. Mai 2011 festgenommen worden, weil er in seinem Hotelzimmer am Times Square das Zimmermädchen überfallen und zum Oralsex gezwungen haben soll. Er war kurzfristig in Einzelhaft und anschließend unter Hausarrest. Das strafrechtliche Verfahren wurde schließlich eingestellt, weil es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau gab.

dpa

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