Jade-Weser-Port

Im Superhafen ist Platz für die größten Containerschiffe

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Foto: Zwei Containerschiffe steuern zunächst wöchentlich den Hafen an.

Wilhelmshaven - Erweitere Verkehrsanbindung, zahlreiche neue Arbeitsplätze: Die Erwartungen an den Jade-Weser-Port sind groß. Vier Fragen, vier Antworten:

Was ist das Besondere am neuen Hafen?

Der Jade-Weser-Port hat eine Fahrrinnentiefe von 18 Metern. Damit ist er im Gegensatz zu vielen anderen Häfen fit für die nächste Generation der riesigen Containerschiffe. Die geringe Entfernung (23 Seemeilen) zum offenen Meer ist darüber hinaus ein Vorteil für die Schiffskapitäne, die oft unter enormen Zeitdruck arbeiten müssen. Außerdem ist der Hafen tidenunabhängig, die Wassertiefe bleibt also immer gleich.

Welche Schiffe werden hier anlegen?

Die größten Containerschiffe der Welt können hier festmachen. Sie sind bis zu 400 Meter lang und haben über 16 Meter Tiefgang. Zunächst steuern zwei Containerschiffe wöchentlich den Hafen an, beide von der Firma Maersk, die mit den Betreibern Eurogate zusammenarbeitet. Ein Schiff kommt von der Fernost-Linie, die Europa mit China verbindet, ein anderes von der Südamerika-Linie.

Wie werden die Container weitertransportiert?

Die Autobahn 29 wurde verlängert, sie endet direkt am Hafen. Eine Anbindung an die Bahn mit 16 Gleisen ist vorgesehen, der Anschluss soll Ende des Jahres fertig sein. Allerdings gibt es noch Probleme zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg. Die Strecke soll zweigleisig werden, bisher ist eine Oberleitung nicht intakt. Ein Vorteil des Jade-Weser-Ports ist die Logistikzone, auf der sich Betriebe ansiedeln können, die die Ware direkt weiterverarbeiten. So etwas gibt es weder in Hamburg noch Rotterdam. Bis jetzt hat sich in dieser Zone nur die Firma Nordfrost angesiedelt.

Wie viele Arbeitsplätze entstehen?

Nach einer Studie werden mit der Inbetriebnahme des Containerterminals rund 430 hoch qualifizierte, 2000 mittel qualifizierte und etwa 300 niedrig qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kommen Stellen durch die Ansiedlung hafennaher Industriebetriebe.

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