Dem mildem Winter sei Dank

Superschnäppchen im Schlussverkauf

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Foto: Weil die Winterware sich im Einzelhandel nur mäßig verkauft, erwartet der Handelsverband für den Schlussverkauf besonders satte Rabatte.

Hannover - Der warme Winter bietet Chancen für Schnäppchenjäger: Weil die Winterware sich im Einzelhandel nur mäßig verkauft, erwartet der Handelsverband für den Schlussverkauf in Niedersachsen besonders satte Rabatte.

Die warmen Temperaturen versprechen in den kommenden Wochen stark reduzierte Winterware im niedersächsischen Einzelhandel. "Der milde Winter lässt auf Superschnäppchen im Winterschlussverkauf hoffen", prognostizierte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen, Hans-Joachim Rambow. Dicke Winterjacken, gefütterte Schuhe oder Schals seien bisher nicht stark nachgefragt worden. "Die Lager sind gut gefüllt", bestätigte Rambow. Um die Ware für die kalte Jahreszeit los zu werden, könnten die Händler die Preise früher und stärker senken als üblich.

Die Absatzprobleme bei der warmen Kleidung bereitet dem Einzelhandel dem Verband zufolge trotzdem keine großen Sorgen. "Es wird immer einen Händler geben, der stöhnt", sagte Rambow. Die Verbraucher greifen dem Verbandschef zufolge aber auch bei frühlingshaften Temperaturen in die Tasche. Die Erfahrung aus vergangenen warmen Wintern zeige, dass sich dann eben leichte Kleidung besser verkaufe. "Dann werden eben Stiefel ohne Futter gekauft statt Stiefel, mit denen man durch den Schnee stapft."

Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen, in dem 10 000 Unternehmen organisiert sind, hatte für das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember mit einem Gesamtumsatz von acht Milliarden Euro gerechnet. "Nach meinem Gefühl hat sich das im Grunde bestätigt", sagte Rambow. Konkrete Zahlen lägen aber noch nicht vor.

Der koordinierte Winterschlussverkauf ist seit dem Fall des Rabattgesetzes 2004 nicht mehr offiziell geregelt. Viele Händler und Kunden orientieren sich ab Mitte Januar jedoch weiter an der Schnäppchen-Zeit. "Es ist eine liebgewonnene Tradition", sagte Rambow. Wegen Sonderaktionen und Rabattschlachten verliert das Marketinginstrument aber zunehmend an Bedeutung. "Rabatte werden nun das ganze Jahr vergeben." Die unübersichtliche Preislage verunsichere die Käufer auch. "Manche Verbraucher sind ein bisschen überfordert, den richtigen Preis zu finden."

dpa

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