Bekenntnis der Familie

Todesschütze:„Kalt und gefühlsarm“

+
Foto: Die Schwester des österreichischen Todesschützen bezeichnet ihren Bruder als „kalt und gefühlsarm“.

Wien - Die Familie des Wilderers, der vier Männer und sich selbst getötet hat, hatte schon lange vor der Tat das Gefühl, „dass alles einmal eskalieren würde“.

Der Charakter des österreichischen Todesschützen Alois H. hat seiner Familie schon vor der Bluttat Sorgen bereitet. „Ich war manchmal schockiert, dass er so kalt und gefühlsarm sein konnte“, sagte die Schwester des Jägers und Wilderers in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der „Kronen Zeitung“. Alois H. hatte diese Woche in der Nähe von Melk vier Männer und sich selbst getötet.

Gleichzeitig sei H. auch jähzornig gewesen, sagte die 44-Jährige weiter. „Genau deswegen hatten wir das Gefühl, dass alles einmal eskalieren würde.“ Doch sie habe sich eher vorgestellt, dass er seiner Familie etwas antut, als anderen Menschen. Der 55-Jährige hatte in der Nacht zu Dienstag drei Polizisten und einen Rettungsfahrer erschossen, um einer Festnahme wegen Wilderei zu entgehen. Die Polizei belagerte daraufhin seinen Bauernhof, auf den er sich zurückgezogen hatte. Seine brennende Leiche wurde schließlich in einem geheimen Keller gefunden.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare