Täter auf der Flucht

Tödliche Schüsse auf 22-Jährigen

Hamburg - Am Sonntagmorgen ist ein 22-jähriger Mann in Hamburg erschossen worden. Der Täter entkam unerkannt, die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit einer Tat im Mai vergangenen Jahres.

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 22-Jährigen in Hamburg fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem flüchtigen Schützen. Der Mann war nach der Tat am Sonntagmorgen unerkannt entkommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die blutige Auseinandersetzung mit einer Schießerei im Mai vergangenen Jahres zusammenhängt. Damals war ein 24 Jahre alter Wirt vor einer Bar in der Nähe des jetzigen Tatorts in der Holstenstraße angeschossen worden, die Polizei hatte den 22-Jährigen - der nun Opfer wurde - festgenommen. „Das ist unsere heiße Spur“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

Der Wirt solle befragt werden, hieß es - „mindestens als Zeuge“. Der Mann war jedoch zunächst nicht aufzufinden. Die Mordkommission führt die Ermittlungen. Der mehrfach vorbestrafte 22-Jährige war nach bisherigen Erkenntnissen vor der Tat auf der Großen Freiheit im Vergnügungsviertel St. Pauli in einen Streit verwickelt. Die Auseinandersetzung war dann in der nahe gelegenen Holstenstraße eskaliert.

Der Mann war nach der Schießerei im vergangenen Jahr zu einer Jugendstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden - wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittler vermuteten, dass es sich um einen Denkzettel handelte, wie Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers sagte. „Das konnten wir aber nie aufklären, beide Angeklagte haben geschwiegen.“ Der 22-Jährige stand zusammen mit seinem Onkel vor Gericht.

dpa

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