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„Tödlichstes Tier der Welt“ breitet sich in Deutschland aus – So können Sie sich schützen

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Durch die Asiatische Tigermücke können gefährliche Krankheitserreger übertragen werden. Das Landesamt in Berlin gibt Tipps zum Schutz gegen das Tier. 

Kassel - Seit Jahren breitet sich die Asiatische Tigermücke in Deutschland immer stärker aus. Das Tier gilt als Hauptüberträger des gefährlichen Dengue-Fiebers. Bill Gates bezeichnete sie 2014 als „tödlichstes Tier der Welt“. Das Landesamt in Berlin hat nun Tipps zum Schutz gegen die Mücke mitgeteilt.

Die Asiatische Tigermücke kann neben Dengue-Fieber auch Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. Diese Viren seien in Deutschland nicht verbreitet – infizierte Reiserückkehrer könnten sie allerdings einschleppen. In Deutschland wiesen Experten die ersten Exemplare der tropischen Stechmücke vor mehr als zehn Jahren nach. Der Kampf gegen eine unkontrollierte Verbreitung der Asiatischen Tigermücke in Deutschland* wird Experten wohl noch länger beschäftigen.

Die asiatische Tigermücke kann gefährliche Krankheiten übertragen, sie gilt als „gefährlichstes Tier der Welt“. (Symbolbild)
Die asiatische Tigermücke kann gefährliche Krankheiten übertragen, sie gilt als „gefährlichstes Tier der Welt“. (Symbolbild) © Imago/PantherMedia/Antonio Guillen Fernández

Asiatische Tigermücke breitet sich in Deutschland aus – Was Experten zum Schutz empfehlen

Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden in Deutschland für die Verbreitung des Dengue-Erregers geeignete Mücken gefunden. Die klimatischen Bedingungen seien jedoch für Übertragungen bisher wenig geeignet. Tropische Viren dieser Art vermehren sich nur gut bei Temperaturen, die in Deutschland bisher selbst im Sommer selten erreicht werden. Zurzeit gelten als Hotspots für mögliche Ausbrüche von Zika, Dengue und Chikungunya vor allem Italien, Südfrankreich und Griechenland.

Beim Schutz empfehlen Experten besonders konventionelle Mittel: Lange, dichte Kleidung und Insektenspray seien effektive Mittel gegen die Asiatische Tigermücke. Auch Insektennetze böten Schutz vor den Plagegeistern. Gartenbesitzer sollten Brutstätten auf dem heimischen Grundstück austrocknen oder abdecken. Das könnten Regentonnen, Wassereimer, Vogeltränken, Gießkannen, Blumenvasen und Pflanzenschalen sein - oder Planen, Unrat sowie verstopfte Abflussrinnen.

In Deutschland breitet sich die Asiatische Tigermücke aus.
In Deutschland breitet sich die Asiatische Tigermücke aus. Bill Gates bezeichnete sie als „tödlichstes Tier der Welt“. © James Gathany/dpa

Wie Gartenbesitzer die Asiatische Tigermücke bekämpfen können

Wichtig für die Bekämpfung sei die Entfernung von Brutgewässern. „Es sollte überall und immer wieder aufs Neue geprüft werden, ob offene Gefäße jeglicher Art, in denen sich Wasser ansammeln kann, im Garten notwendig sind“, heißt es.

In naturbelassenen Gartenteichen lebende Insekten wie etwa Libellen und Wasserkäfer reduzierten Stechmückenlarven. Molche, Salamander, Frösche und Kröten fressen erwachsene Mücken und deren Larven. Einen präventiven Schutz mit Medikamenten gebe es nicht. (jfw)

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