Erster Anlauf am Montag geplatzt

Jonny K. totgeprügelt: Neustart im Prozess

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"Trauer": Ein Schild vor der Rathaus-Passage am Alexanderplatz erinnert an die Prügelattacke auf Jonny K.

Berlin - Nachdem ein erster Anlauf am Montag geplatzt war, hat am Donnerstag der Prozess um die tödliche Prügelattacke gegen Jonny K. erneut begonnen - diesmal mit anderer Schöffenbesetzung.

Der erste Prozess war am Montag vor dem Landgericht wegen Befangenheit eines Laienrichters geplatzt. Zum Start des neuen Verfahrens bat der Richter insbesondere „alle, die beruflich hier sind“, verantwortlich zu handeln. Mehr wolle er dazu aber nicht sagen.

Die sechs Angeklagten im Alter von 19 bis 24 Jahren hatten im ersten Prozess Schläge oder Tritte zugegeben. Eine Verantwortung für den Tod des jungen Berliners bestritten sie aber. Ihnen werden Körperverletzung mit Todesfolge beziehungsweise gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Die Angeklagten im Berliner Prozess um die tödliche Prügelattacke gegen Jonny K. werden auch im neuen Prozess aussagen. Das kündigten sie am Donnerstag zum Auftakt der Neuauflage - mit veränderter Schöffenbesetzung - an.

Berlin trauert um Jonny K.

Bilder: Berlin trauert um Jonny K.

Der Hauptangeklagte Onur U. verlas danach seine Erklärung persönlich und betonte: „Ich möchte deutlich sagen, dass ich mit dem Tod von Jonny nichts zu tun habe, aber es lässt mich nicht kalt und ist mir alles andere als egal.“ Wie im ersten Verfahren räumte er zudem ein, den Freund des Opfers massiv geschlagen zu haben.

Jonny K. war in der Nacht zum 14. Oktober 2012 am Berliner Alexanderplatz niedergeschlagen und getreten worden. Der 20-Jährige starb an Hirnblutungen. Die sechs Angeklagten im Alter von 19 bis 24 Jahren hatten in dem ersten Verfahren Schläge oder Tritte zugegeben. Eine Verantwortung für den Tod des jungen Berliners hatten sie aber bestritten.

dpa

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