Verbrechen noch nicht geklärt

Trauerfeier für Getötete auf Juist

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Foto: Trauer um die getötete Frau auf Juist. Die Gemeinde hat entschieden, eine Trauerfeier abzuhalten.

Juist - Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau auf der Nordseeinsel Juist sind die Hintergründe des Verbrechens weiter unklar. „Das gesamte Umfeld muss untersucht werden“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Aurich, Klaus Visser, am Montag.

„Wir haben es hier mit einem Tötungsdelikt zu tun“, erklärte die Sprecherin der Auricher Polizei Sabine Kahmann. Ob es Mord war, müsse das Gericht entscheiden. Die Untersuchungen am Tatort seien so gut wie beendet. „Möglicherweise wurden aber noch Wertsachen des Opfers gefunden“, sagte Kahmann. Die Obduktion sei noch nicht abgeschlossen. Wann das Ergebnis vorliege, sei unklar.

Unterdessen hat die Gemeinde Juist entschieden, dass es eine Trauerfeier für die junge Frau geben soll. „Wir haben uns mit den Eltern in Verbindung gesetzt. Sie wünschen sich das“, sagte der stellvertretende Bürgermeister der Insel, Thomas Vodde. Die Gedenkfeier werde wahrscheinlich Ende dieser oder Anfang der kommenden Woche in einer der Kirchen stattfinden.

Am Donnerstag war die Leiche einer 23-Jährigen aus dem Harz am Strand entdeckt worden. Dringend verdächtigt wird ein 24 Jahre alter Mann aus dem Sauerland, gegen den inzwischen Haftbefehl erlassen wurde. Er hatte wie das Opfer als Saisonarbeiter im Tourismusgeschäft gearbeitet.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es Monate dauern wird, bis es zu einer Anklage kommt. Seit 30 Jahren soll es auf der Insel kein schweres Verbrechen gegeben haben.

dpa

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