Kommentar zur Hoeneß-Entscheidung

Typisch für den „alten“ Uli

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Hannover - Der Rücktritt von allen Ämtern beim FC Bayern kommt wenig überraschend. Doch der Verzicht, in Revision zu gehen und so die Haftstrafe vielleicht doch noch abwenden zu können, ist bemerkenswert. Nun sollten auch Spott und Häme ein Ende haben. Ein Kommentar von Christian Purbs.

Es war der nächste Paukenschlag im Fall Uli Hoeneß. Dass der 62-Jährige mit sofortiger Wirkung als Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern München zurücktritt, war erwartet worden. Doch dass Hoeneß entgegen der schnellen Ankündigung seines Rechtsanwalts auf eine Revision verzichtet und damit die Haftstrafe von dreieinhalb Jahren akzeptiert, ist bemerkenswert.

Und dennoch ist es eine Entscheidung, die typisch für Hoeneß ist. Für den „alten“ Uli Hoeneß, der viele Menschen mit seiner Geradlinigkeit und Offenheit beeindruckt hat. Den größten Fehler seines Lebens kann er nicht mehr rückgängig machen, dafür ist es zu spät. Dass er seine Schuld mit Haltung und der noch verbliebenen Würde trägt, verdient trotz alledem Respekt. Es wäre zu wünschen, dass nun auch Spott und Häme ein Ende haben. Das hat Uli Hoeneß spätestens jetzt verdient.

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