Tödlicher Unfall in Schleswig-Holstein

Zug überrollt Auto an defektem Bahnübergang

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Eine Person wurde bei dem Unglück nahe Bad Oldesloe getötet.

Bad Oldesloe - Auf der Bahnstrecke Lübeck-Hamburg erfasst eine Regionalbahn einen Wagen, von dem Auto bleiben nur Wrackreste. Die Strecke musste teilweise gesperrt werden. Das tödliche Unglück ereignete sich an einem defekten Bahnübergang.

Schreckliches Unglück auf der Bahnstrecke Lübeck-Hamburg: Eine Regionalbahn hat bei Bad Oldesloe ein Auto überrollt und 500 Meter mitgeschleift. Der Fahrer oder die Fahrerin seien tot, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Dienstag. Genaueres über die Identität sei nicht bekannt. In der Bahn waren zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 180 Fahrgäste, gab eine Sprecherin der Bahn an. Sie konnten erst nach Stunden den Zug verlassen und wurden dann mit Bussen und Taxis weiter gefahren. Die Bahnstrecke musste zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide gesperrt werden, hieß es. Die Bergungsarbeiten dauerten bis spät in die Nacht an, erst am Morgen wurde die Strecke wieder freigegeben.

Nach ersten Erkenntnissen war der Wagen über einen Bahnübergang gefahren, der seit einem Jahr defekt ist. Normalerweise sei an dieser Stelle ein Bahnmitarbeiter, der bei näherkommenden Zügen den Übergang mit einem Band absperre. Ob der Fahrer oder die Fahrerin des Wagens die Absperrung bei dichtem Nebel nicht bemerkte oder es keine gab, sei unklar, sagte der Bundespolizeisprecher. Dies müssten die Ermittlungen ergeben. Laut Bahnsprecherin sei die Stelle gesichert gewesen.

Die Reste des Fahrzeugs wurden unter dem Zug verkeilt. Die Feuerwehr war mit schwerem Gerät an der Unglücksstelle, um den Wagen zu bergen. Nach Informationen eines Fotografen der Deutschen Presse-Agentur am Unfallort war der Zug mitten in einem Feld zum Stehen gekommen. Die Passagiere mussten zum Bahnübergang laufen, wo Busse und Taxis warteten. Ältere oder gehbehinderte Passagiere seien mit einer Draisine dorthin gefahren worden.

dpa/frs

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