UNESCO-Weltkulturerbe

Uhus brüten auf Hildesheimer Dom

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Foto: Eine Uhu-Familie mit drei Jungen nistet in einem Brutkasten des Hildesheimer Doms.

Hildesheim - Der Hildesheimer Dom hat neue Bewohner. In einem Brutkasten in rund 30 Metern Höhe im Westwerk des Gotteshauses nisten Uhus. Zuvor hatten dort Turmfalken gelebt.

Der Bewohnerwechsel sei zunächst gar nicht bemerkt worden, weil die Internet-Kamera zur Überwachung der Falken wegen der Sanierungsarbeiten am Dom längere Zeit ausgeschaltet war, sagte der leitende Architekt Alexander Ottersbach am Donnerstag. Erst als die Webcam wieder eingeschaltet war, wurde klar, dass dort jetzt Uhus leben.

Die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, dass die Großeulen drei Junge großziehen. Auf Kirchtürmen brütende Uhus seien etwas ganz besonderes, sagte Dieter Goy von der Ornithologischen Vereinigung Hildesheim. Es gebe bundesweit nur sehr wenige vergleichbare Fälle. Auch dass Uhus in Städten leben, sei die Ausnahme. "Ihre Jagdgebiete befinden sich zumeist außerhalb menschlicher Siedlungen."

Der Uhu-Bestand in Niedersachsen und anderen Bundesländern habe sich zuletzt positiv entwickelt, sagte Goy. Trotzdem zähle die größte Eule weiterhin zu den streng geschützten Arten. Der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Hildesheimer Dom, dessen Anfänge auf das frühe neunte Jahrhundert zurückgehen, wird seit mehreren Jahren saniert.

dpa

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