A 37 zeitweise gesperrt

Unfälle legen Verkehr rund um Hannover lahm

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Foto: Autofahrer auf der A 37 und A 2 mussten heute geduldig sein: Auf beiden Autobahnen hatten sich Staus gebildet.

Hannover - Autofahrer wurden am Freitag auf den Autobahnen rund um Hannover auf eine Geduldsprobe gestellt. Nach einem Lkw-Unfall war der Verkehr auf der A 37 Richtung Norden gesperrt. Auch auf der Autobahn 2 bildeten sich lange Staus.

Mehrere Unfälle haben am Freitag die Autobahnen im Norden von Hannover weitgehend lahmgelegt. Auf der A 2 ereigneten sich in Richtung Berlin auf Höhe Lehrte-Ost gleich zwei Unglücke. Gegen 12.30 Uhr lief der Tank eines Lkw aus, um 14.55 Uhr prallten zwei Fahrzeuge zusammen. Verletzt wurde niemand, aber durch die Unfallaufnahmen wurden zwei Fahrstreifen blockiert. Der Verkehr geriet auf einer Länge von bis zu 20 Kilometern ins Stocken. Reisende mussten Zeitverluste von mehr als einer Stunde hinnehmen, berichtet Holger Hauer von der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) Niedersachsen.

Verschärft wurde die dramatische Situation durch einen weiteren Unfall auf der A 37 auf Höhe Beinhorn. Gegen 7.10 Uhr war einem Sattelzug, der in Richtung Celle fuhr, ein Reifen geplatzt. Der 47-jährige Fahrer kam von der Autobahn ab und landete mit seinem Fahrzeug im Graben. Die gesamte Lkw-Ladung – acht Stahlrohre mit einem Gesamtgewicht von etwa 24 Tonnen – fiel herunter. Der 47-Jährige verletzte sich bei dem Unfall leicht, die Polizei schätzt den Schaden auf 70.000 Euro.

Während der Unfallaufnahme ereignete sich am Unglücksort noch ein weiterer Zusammenstoß. Ein 23-Jähriger bremste seinen Fiat Punto plötzlich stark ab. Eine 22-Jährige, die hinter ihm in einem VW Beetle unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Sie fuhr auf den Fiat auf, ihr VW schleuderte in die Mittelschutzplanke. Beide Fahrer blieben jedoch unverletzt.

Anschließend wurde die Autobahn Richtung Celle für die Bergung bis 20 Uhr gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Kirchhorst umgeleitet, was angesichts des Stillstands auf der A 2 zu einem kilometerlangen Stau bis zum Weidetorkreisel führte.VMZ-Mitarbeiter Hauer erwartet die nächste Reisewelle heute zwischen 9.30 und 15 Uhr. Sein Tipp: „Wer es vermeiden kann, sollte nicht dann fahren, wenn alle anderen auch unterwegs sind.“ Er empfiehlt nicht, vorsorglich auf die Bundesstraßen auszuweichen: „Im Normalfall ist man auf den Autobahnen besser bedient.“ Nur bei Störfällen sollten Autofahrer die Ausweichstrecken nutzen.

Tipps für den Rückreiseverkehr: Die Verkehrsmanagementzentrale empfiehlt Reisenden, sich möglichst schon am Pfingstmontag wieder auf den Weg Richtung Süden zu machen. „Wir vermuten, dass der größte Teil der Urlauber erst am schulfreien Dienstag zurückfährt“, sagt Hauer. An diesem Tag seien aber auch wieder Lkw und der Berufsverkehr unterwegs. Gerade an den Verkehrsknotenpunkten wie den Autobahnkreuzen erwartet Hauer deswegen schwere Verkehrsbehinderungen.

... und in der Stadt wird es auch voll

Hannover feiert zu Pfingsten ein Festwochenende mit etlichen Großveranstaltungen. Besonders am frühen Sonnabendnachmittag kann es allerdings im Innenstadtbereich zu Parkplatzknappheit und dichtem Verkehr kommen. Das Einkaufserlebnis ist nicht beeinträchtigt, jedoch rät die Polizei allen Innenstadtbesuchern, möglichst schon im Laufe des Vormittags in die Stadt zu fahren oder gleich auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Die Großveranstaltungen im Einzelnen:

City-Umzug: Bereits ab 13 Uhr formiert sich am Steintor der Straßenumzug der Schwulen und Lesben zum Christopher Street Day. Gegen 15 Uhr startet die etwa zweistündige Prozession über Klagesmarkt, Leibnizufer, Aegi, Bahnhofsplatz bis zum Steintor. Die Polizei rechnet mit 350 Teilnehmern und 6000 Zuschauern am Streckenrand.

Heimspiel: Um 15.30 Uhr beginnt im ausverkauften Stadion vor 49.000 Zuschauern das letzte 96-Heimspiel der Saison gegen Düsseldorf. Rund um den Maschsee dürfte das Parkplatzangebot eng werden.

Drachenbootrennen: Zugleich steigt auf dem Maschsee am Wochenende das zweitägige Drachenbootturnier mit rund 3500 Teilnehmern aus 142 Teams und vielen Tausend Schaulustigen. Weitere Veranstaltungen sind etwa das Bierfest in der Altstadt, insgesamt erwartet die Polizei für die Pfingsttage mehr als 150.000 Besucher. Weil die Düsseldorfer Fortuna-Fans nicht als besonders gewaltbereit gelten, wird aber mit einem friedlichen Wochenende gerechnet.

Christian Link

Dieser Artikel wurde erneut aktualisiert.

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