Schnelle Hilfe

Unfall bei Osterfeuer im Eichsfeld

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Ein 14- und 24-Jähriger haben sich in der Nacht zum Montag am Osterfeuer schwere Verletzungen zugezogen.

Krebeck - Ein tragischer Unfall hat das Osterfeuer in Krebeck überschattet: Ein 14-Jähriger und ein 24-Jähriger erlitten schwere Verletzungen, als ein Baumstamm umstürzte. Mit Frakturen an den Beinen wurden die beiden jungen Krebecker ins Göttinger Universitätsklinikum eingeliefert und dort operiert.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Montag kurz nach Mitternacht auf dem Osterfeuerplatz oberhalb des Dorfes auf halbem Weg zur Grillhütte. Dort veranstaltet die Gemeinde seit vielen Jahren das Osterfeuer, das von der örtlichen Jugendgruppe organisiert wird. Zur Tradition gehört das Abbrennen eines symbolischen Kreuzes. Auch in diesem Jahr wurde wieder ein Baumstamm samt Querbalken zur Stabilisierung mit Streben abgestützt und in Brand gesetzt. Als sich der rund acht Meter lange Stamm mit 20 Zentimetern Durchmesser zur Seite neigte, wurden laut Auskunft der Polizei alle Anwesenden aus dem Gefahrenbereich entfernt. Dann krachte der Baumstamm jedoch gegen eine Querstrebe, die wider Erwarten nicht brach, und änderte die Fallrichtung.

Mehrere Personen seien zur Seite gesprungen und davongelaufen, berichtet Krebecks stellvertretender Bürgermeister Stephan Hörschelmann (Grüne), der Zeuge des Geschehens war. Auch der 14-Jährige und der 24-Jährige versuchten, sich in Sicherheit zu bringen, rutschten aber auf nassem Boden aus und wurden von dem stürzenden Baumstamm verletzt. Da der Stamm nur unten abgebrannt war, erlitten sie Beinfrakturen, aber keine Brandverletzungen.

Fremdverschulden schließt die Polizei aus und spricht von einem unvorhersehbaren Unfall. Davon geht auch Hörschelmann aus. „Alkohol oder Leichtsinn waren nicht im Spiel“, betont der Gemeindevertreter und ist froh, dass „nicht noch Schlimmeres passiert ist“. Feuerwehrkräfte, die mit Pulverlöschern als Brandwache eingesetzt waren, hätten sofort Erste Hilfe geleistet, die Rettungs- und Notarztwagen seien sehr schnell am Unfallort eingetroffen.

ku

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