Smart statt Protzwagen

US-Rapper 50 Cent stichelt bei Instagram

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Foto: Die Aufnahme zeigt Curtis Jackson (Künstlername: 50 Cent) im April 2015 auf dem Filmfestival in Cannes.

Hartford - Nachdem er Privatinsolvenz angemeldet hat, um keine fünf Millionen Dollar Schadensersatz an seine Ex-Geliebte zahlen zu müssen, stichelte der US-amerikanische Rapper „50 Cent“ auf Instagram über seine vermeintliche finanzielle Schieflage.

Der Musiker posierte auf einem Bild nicht wie üblich zwischen Luxuskarossen, sondern neben einem Smart. Das Foto garnierte er mit dem sarkastischen Spruch: „Es sind harte Zeiten ausgebrochen LMAO“. Die Abkürzung steht für „Laugh my Ass off“ – zu deutsch: „Lache mich tot“.

Der Antrag auf Privatinsolvenz kommt wenige Tage nach einem Urteil in einem Zivilprozess um ein angebliches Sexvideo. Ein New Yorker Geschworenengericht hatte den Musiker laut "New York Daily News" zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von fünf Millionen Dollar an die Klägerin verurteilt. Er soll Aufnahmen von der Frau ohne Erlaubnis ins Internet gestellt haben. Der Entertainer bestreitet dies und gibt an, sie sei mit der Veröffentlichung einverstanden gewesen.

"Wenn du erfolgreich bist, wirst du zur Zielscheibe. Das will ich aber nicht. Ich will nicht jemand sein, den man mit astronomischen Forderungen konfrontiert", sagte der 40-Jährige gegenüber "E!News". Wie das "Wall Street Journal" unter Bezug auf den Antrag vor einem Gericht in Hartford (US-Staat Connecticut) berichtete, gibt der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Curtis James Jackson III heißt, in den Dokumenten ein Vermögen zwischen zehn und 50 Millionen Dollar an, aber auch Schulden in dieser Größenordnung.

Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" hatte das Vermögen des Grammy-Preisträgers im Mai auf 155 Millionen Dollar geschätzt. Neben seiner Musik verdiente der Entertainer demnach auch Millionen als Unternehmer und Investor in der Mode-, Getränke- und Technologiebranche. Der Rapper spielte auch schon in mehreren Filmen mit. Ab Mitte August ist er an der Seite von Jake Gyllenhaal in dem Boxerfilm "Southpaw" in den deutschen Kinos zu sehen.

Dierk Sindermann (mit dpa)

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