Hintergrund

US-Waffenrecht: Demonstranten fordern mehr Kontrolle

Washington - Nur wenige Stunden nach dem Blutbad an der Grundschule in Newtown haben sich in der Nacht zum Samstag rund hundert Demonstranten vor dem Weißen Haus in Washington versammelt. Sie verlangten ein strengeres Waffenrecht.

„Wir können nicht zulassen, dass es so weitergeht“, sagte Demonstrantin Linda Finkel-Talvadkar. Seit dem Amoklauf in einem Kino in Colorado protestiert sie jeden Montag vor dem Amtssitz des US-Präsidenten.

Eine Verschärfung des Waffenrechts war bislang jedoch kaum zu erwarten. „Es geschehen furchtbare Dinge. Wir versammeln uns, singen Lieder, zünden Kerzen an. Dann gehen alle wieder nach Hause“, sagt die Vorschullehrerin Barbara Elsas. „Das ist nicht die Antwort“.

Der Amoklauf in Connecticut werde die Debatte anstoßen, sagte der Pressesprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Freitag (Ortszeit). „Aber ich glaube nicht dass heute der Tag dafür ist.“ Die Demonstranten vor dem Weißen Haus wollen aber nicht mehr warten:Viele hielten Schilder mit der Aufschrift „Heute ist der Tag.“

dpa

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