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Hurrikan in den USA: Drohne liefert atemberaubende Aufnahmen von Wirbelsturm

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Von: Tom Offinger

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Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 km/h tobt Hurrikan „Sam“ im Atlantik. Eine außergewöhnliche Drohne liefert US-Forschern eindrucksvolle Bilder aus dem Inneren des Wirbelsturms.

Für viele Menschen im Süden der USA* sind schwere Wirbelstürme* längst zur Gewohnheit geworden, doch diese Bilder dürften selbst bei hartgesottenen US-Bürgerinnen und Bürger einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Tosende Winde verwackeln immer wieder die Aufnahme, links und rechts schwappen 15 Meter hohe Wellen vorbei.

USA: Hurrikan „Sam“ tobt im Atlantik - Drohne zeichnet spektakuläre Bilder auf

Die „Saildrone“ ist ein vollkommen autonomes Vehikel, misst eine Länge von sieben Metern und nutzt einzig die Windkraft zur Fortbewegung. Ausgestattet mit einer orangenen Flosse sammelt die Drohne wichtige Daten direkt im Inneren des Hurrikans, wie die Windgeschwindigkeit, den Luftdruck oder die Temperatur.

Die aufwühlenden Szenen, die am 30. September von der US-Wettbehörde NOAA veröffentlicht wurden, zeigen eindrucksvoll das Innenleben von „Sam“, einem Wirbelsturm der Kategorie vier, rund 550 Seemeilen südlich der Bermuda-Inseln. Die Aufnahmen stammen dabei nicht aus Menschenhand, sondern wurden von einer schwimmenden Drohne aufgezeichnet.

Die schwimmende „Saildrone“ sendet Bilder aus dem Inneren eines Hurrikans.
Beeindruckende Bilder aus dem Inneren eines Hurrikan © Screenshot/www.noaa.gov

„Die Saildrone kann in Bereiche vordringen, die für ein solches Forschungsmittel bisher nicht zu erreichen waren - nämlich genau in das Auge des Hurrikans“, versichert Richard Jenkins, der Erfinder der Drohne, auf der Internetseite der US-Wettbehörde. „So kann sie uns Daten liefern, die unser Verständnis dieser starken Stürme nachhaltig verändern werden.“

Hurrikan in USA: Klimawandel verstärkt das Auftreten der Stürme

Auf diese neue Erkenntnisse hoffen auch die Forscher aus den USA. Besonders die Vorhersage der Wirbelstürme erfährt im Zuge des Klimawandels eine immense Bedeutung: Durch die steigenden Meerestemperaturen nehmen Hurrikans und Tornados* in ihrer Anzahl und Intensität spürbar zu. In den USA sind vor allem die Einwohner der Küstengebiete am Golf von Mexiko in den vergangenen Jahren immer wieder Opfer dieser schweren Stürme geworden.

Erst im August hatte mit Hurrikan „Ida“ ein schwerer Wirbelsturm für große Schäden rund um New Orleans* im US-Bundesstaat Louisiana gesorgt. Vier Jahre zuvor wütete Hurrikan „Harvey“ in der Region von Houston (Texas)* und hinterließ auch in der Metropolregion große Schäden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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