Kinder erstickt

Vater getöteter Kinder aus Suhl ist tot

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Der Mann soll seine beiden Kinder - ein sechs Monate altes Mädchen und einen knapp zwei Jahre alten Jungen - erstickt haben.

Suhl - Fast zwei Wochen suchte die Polizei nach dem flüchtigen Vater der zwei getöteten Kinder in Suhl. Er wurde verdächtigt, ein sechs Monate altes Mädchen und den zwei Jahre alten Bruder erstickt zu haben. Der Mann hat sich offenbar umgebracht.

Der Vater der beiden getöteten Kinder aus Suhl ist tot. Die rechtsmedizinische Untersuchung der am Samstag entdeckten Leiche habe zweifelsfrei ergeben, dass es sich um den seit Ende August vermissten tatverdächtigen Mann handele, teilte die Polizei am Sonntag mit. Er soll seine beiden Kinder - ein sechs Monate altes Mädchen und einen knapp zwei Jahre alten Jungen - in einer Wohnung in der thüringischen Stadt erstickt haben. Seitdem war er mit einem Haftbefehl bundesweit gesucht worden.

Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es nach Angaben des Polizeisprechers nach der Obduktion nicht. Der Tote sei stark verwest. Daher habe die Leiche nicht am Fundort identifiziert werden können. Laut Polizei gab es Spuren des Strangulierens, er hat sich den Erkenntnissen zufolge wohl umgebracht. Der Tote war auf dem Gelände des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Mittlerer Rennsteig“ in Suhl gefunden worden.

Ein Diensthundeführer der Polizei hatte außerhalb seiner Arbeitszeit mit seinem Leichensuchhund den Toten entdeckt. Der Mann hatte das Tier ausgeführt, als der Hund plötzlich an der Umzäunung anschlug. Ein alarmierter Vertreter des Zweckverbandes öffnete das Tor, damit das Gelände abgesucht werden konnte.

Die Tat hatte die Einwohner von Suhl geschockt. Die 23 Jahre alte Mutter der Kinder hatte die Leichen am 27. August in der gemeinsamen Wohnung entdeckt. Der 34 Jahre alte Vater war verschwunden. Polizei und Staatsanwaltschaft gingen früh von einer Beziehungstat aus. Nach Angaben der Polizei hinterließ er eine Notiz. Sie könne so gedeutet werden, dass sich der Mann von seiner Frau trennen wollte, hatte die Polizei damals erklärt.

Tagelange großangelegte Suchaktionen mit Suchhunden, Wärmebildkameras, Nachtsichtgeräten sowie aus der Luft - auch im angrenzenden Thüringer Wald - hatten zunächst zu keinem Ergebnis geführt.

dpa

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