Tote identifiziert

Vater und seine zwei Kinder verbrennen in Gartenlaube

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Foto: In dieser Gartenlaube in Bremen sind ein Vater und seine zwei Kinder verbrannt.

Bremen - Einen Tag nach dem Brand mit drei Toten in einer Bremer Gartenlaube hat die Polizei die Opfer identifiziert.Es handelt sich um den 48 Jahre alten Besitzer des Häuschens, seine 17 Jahre alte Tochter und vermutlich den 12 Jahre alten Sohn.

Ein Vater verlässt mit seiner 17 Jahre alten Tochter und dem 12-jährigen Sohn am Donnerstagmorgen die Wohnung der Familie. Der 48-Jährige habe mit den Kindern was unternehmen, die Mutter zu Hause bleiben wollen, sagte eine Sprecherin der Polizei am Freitag. Die Frau wisse nicht, warum ihr Mann zum Gartenhäuschen gefahren sei. Zwei der Opfer sind zweifelsfrei identifiziert. Bei der dritten Leiche handele es sich höchstwahrscheinlich um den Sohn, sagte die Sprecherin.

Die Mutter sei „schwerst traumatisiert“, sie habe ihre Familie erst abends zurückerwartet. Erst von der Polizei habe sie erfahren, dass alle tot sind. Die Frage nach der Brandursache ist weiterhin unklar. „Wir ermitteln mit Hochdruck und haben externe Sachverständige hinzugezogen“, sagte die Sprecherin.

Die Gartenlaube hatte am Donnerstagmorgen in Flammen gestanden. Die bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Leichen waren später im Brandschutt gefunden worden. "Wir wenden noch einmal alles von links nach rechts, um Anhaltspunkte für die Ursache des Feuers zu finden", sagte die Sprecherin. Nach den Ermittlungen habe es keine familiären Probleme gegeben. „Es gab auch nicht den klassischen Silvesterstreit“, sagte die Sprecherin.

Die Feuerwehr war von mehreren Bürgern alarmiert worden, die Rauch über dem Laubengebiet gesehen hatten. Beim Eintreffen der Löschtrupps stand die rund vier mal zehn Meter große Hütte in Flammen. Bei Aufräumarbeiten fanden die Einsatzkräfte zunächst zwei Leichen. Wie sich bei der Obduktion herausstellte, waren es Vater und Tochter, die an einer Rauchgasvergiftung starben. Erst Stunden später entdeckten Brandermittler der Polizei im Schutt den dritten Toten.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

dpa

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