Schmerzensgeld erstritten

Veranstalter muss nach Bruchlandung zahlen

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Hannover - Der Strandurlaub am Schwarzen Meer begann für die Passagiere des Fluges VIM 502 von Leipzig nach Varna im Mai 2013 mit einer Beinahe-Katastrophe. Eine Urlauberin zog jetzt wegen der verhagelten Flugreise vor das Amtsgericht Hannover – und bekam mehrere Tausend Euro zugesprochen.

Weil sie nach einer missglückten Landung ihren Bulgarien-Urlaub nicht mehr genießen konnte, hat eine Frau ihren Reiseveranstalter auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt. Das Zivilverfahren vor dem Amtsgericht Hannover endete am Dienstag mit einem Vergleich, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der Reiseveranstalter wird der Frau weitere 2500 Euro überweisen. Bereits vor dem Prozess hatte er freiwillig 1770 Euro an sie gezahlt.

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Die Familie aus Ostdeutschland war im Mai 2013 von Leipzig nach Varna geflogen, um eine Woche in einem Hotel am Schwarzen Meer zu verbringen. Doch bei der Landung setzte die Maschine nach Angaben der Klägerin mit viel zu hohem Tempo auf, schoss 200 Meter über die Piste hinaus und kam erst nach Durchschlagen eines Zaunes zum Stillstand. Die Passagiere hätten das Flugzeug in Panik über Notrutschen verlassen, machte die Frau geltend. Viele hätten Prellungen und blaue Flecken erlitten, weil das Flugpersonal nicht für Ordnung gesorgt habe.

20 bis 30 Minuten mussten die Passagiere der Urlauberin zufolge im Starkregen verharren, bis sie ins Flughafengebäude gebracht wurden. Dort habe es weitere fünf Stunden gedauert, bis sie in ihre Hotels gebracht wurden. Die Angst vor dem Rückflug habe die ganze Gruppe täglich, auch nachts, beschäftigt. Die Klägerin hatte in dem Zivilverfahren in Hannover für sich, ihre mitgereisten Eltern sowie ihren Lebensgefährten insgesamt 4988 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld verlangt. Darin enthalten waren unter anderem die Erstattung von Kosten für psychologische Behandlung. Gegen den Vergleich kann der Reiseveranstalter innerhalb von zwei Wochen Widerspruch einlegen. (AZ: 438 C 6051/14)

dpa

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