Holzminden

21 Verletzte bei Chemie-Unfall im Symrise-Werk

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Im Holzmindener Symrise-Werk werden Geschmack- und Geruchsstoffe hergestellt.

Holzminden - Bei einem Chemie-Unfall im Holzmindener Symrise-Werk sind in der Nacht zu Donnerstag 21 Mitarbeiter des Unternehmens verletzt worden. Zwei Beschäftigte des Geschmack- und Geruchsstoff-Herstellers wurden nach Angaben der Polizei ins Krankenhaus gebracht.

Der Unfall habe sich kurz vor vier Uhr morgens in einer Werkhalle ereignet, in der Fruchtextrakte hergestellt werden, sagte ein Polizeisprecher. Aus einer mit Ammoniak betriebenen Kühlanlage sei aus bisher unbekannter Ursache ein Teil der Chemikalie ausgetreten. Ammoniak-Dämpfe können unter anderem zu Verätzungen von Augen und Schleimhäuten führen.

Da die Substanz stark riecht, haben die Mitarbeiter die Halle sofort verlassen, sagte der Sprecher. Sie klagten anschließend über Atembeschwerden und Übelkeit. Messungen eines Spezialtrupps der Polizei ergaben, dass die Ammoniak-Belastung verhältnismäßig gering war, so dass keine nachhaltigen gesundheitlichen Schäden zu befürchten seien. Experten sollten am Donnerstag den Grund für den Austritt der Chemikalie klären.

Nach Angaben von Symrise hat für Anwohner und Nachbarbetriebe zu keiner Zeit eine Gefährdung bestanden. Es sei kein Ammoniak aus dem Gebäude ausgetreten.

dpa

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