Einsätze der Bergwacht

Viele Radunfälle auf dem Brocken

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Foto: Hannes Wowarra (li.) und Wolfgang Schökel von der Bergwacht üben für den Notfall.

Schierke. - Am Gipfel des Brockens hat die Zahl der Noteinsätze der Bergwacht den niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre erreicht. Mountainbiker bleiben dennoch die Sorgenkinder am Brocken.

2013 mussten die Retter 16-mal ausrücken, um unter anderem bei Unfällen von Wanderern oder Radfahrern zu helfen, sagte Rüdiger Bößert von der Bergwacht. 2012 seien es dagegen noch 28 Einsätze gewesen. Als eine Ursache für diese positive Entwicklung bezeichnete er das milde Wetter im Frühjahr und Herbst, das beispielsweise wenig Glatteis verursachte. Herz- und Kreislaufprobleme sind nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für die Hilfe der Bergwacht.

Wanderer und Spaziergänger berücksichtigen die extremen Witterungsbedingungen auf dem 1141 Meter hohen Plateau nicht, die denen eines 3000 Meter hohen Berges in den Alpen entsprächen. Nach oft langer Anreise gönnen sie sich keine Ruhe und strapazierten die Leistungsfähigkeit der Körper über Gebühr. Den zweiten Platz nehmen Knochenbrüche ein.

Mountainbiker bleiben Sorgenkinder am Brocken, erklärte Bößert. Fast jeder zweite Noteinsatz gehe inzwischen auf ihr Konto. Diese Sportler stellten seit vielen Jahren teilweise ein erhebliches Gefahrenpotenzial dar. Bei der Talfahrt verlören manche von ihnen jedes Gefühl für die Geschwindigkeit. Auf der gut ausgebauten sogenannten Brockenstraße und auf dem einstigen Kolonnenweg der DDR-Grenztruppen in Richtung Ilsenburg komme es immer wieder zu schweren Stürzen und Kollisionen mit Wanderern. Die Biker sollten auf einen guten technischen Zustand ihrer Räder achten und Helm und Handschuhe tragen, appellierte die Bergwacht.

Von Klaus-Peter Voigt

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