22-Jähriger schwer verletzt

Vier junge Männer nach Mordversuch in Goslar in Haft

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Foto: In Goslar haben vier junge Männer einen Fremden zusammengetreten, weil sie sich von ihm beleidigt fühlten.

Goslar - Vier junge Männer haben in der Kleinstadt Goslar einen Fremden zusammengetreten, weil sie sich von ihm beleidigt fühlten. Ermittelt wird nun wegen versuchten Mordes. Das 22-jährige Opfer ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Wegen eines Mordversuchs sitzen vier junge Männer aus Goslar in Untersuchungshaft. Die 16 bis 20 Jahre alten Verdächtigen sollen einen 22-jährigen Mann in der Goslarer Altstadt aus nichtigem Anlass lebensgefährlich verletzt haben. Sie fühlten sich von dem Opfer beleidigt und traten den Mann zusammen, schlugen ihn und würgten ihn bis zur Bewusstlosigkeit, sagte Polizeisprecher Sascha Göritz am Donnerstag.Der 22-Jährige ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Bei den Angreifern handelt es sich um stadtbekannte Schläger, die bereits wegen Körperverletzungen vorbestraft sind. Der 18-jährige mutmaßliche Haupttäter habe ein Teilgeständnis abgelegt, sagte der Polizeisprecher. Der 125 Kilogramm schwere Jugendliche soll sich auf den Brustkorb des Opfers gesetzt haben, als dieser bereits am Boden lag. Außerdem soll er ihm den Kehlkopf bis zur Besinnungslosigkeit zugedrückt haben.

Das Verbrechen hatte sich bereits in der Nacht zum 1. Dezember ereignet. Die Polizei hatte wegen der laufenden Ermittlungen bisher aber nicht darüber berichtet. Zwei Verdächtige waren erst am Dienstag festgenommen und am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt worden.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte das Opfer nachts eine Diskothek verlassen, als vor dem Lokal eine Gruppe Jugendlicher wartete, die den 22-Jährigen anpöbelte und angriff. Der Mann versuchte zu fliehen, wurde aber durch Tritte zu Fall gebracht. Anschließend schlugen und traten die Männer auf den Wehrlosen ein. Bevor er die Besinnung verlor, hörte der 22-Jährige nach Angaben des Polizeisprechers, wie der Haupttäter zu einem Komplizen sagte: "Du bist auf Bewährung, wir müssen ihn deshalb umbringen." Anschließend malträtierte er das Opfer bis zur Bewusstlosigkeit. Erst später konnt sich der 22-Jährige aufrappeln und selbst ins Krankenhaus schleppen. Ein Gutachter kam zu dem Schluss, dass der 22-Jährige sich zur Tatzeit in akuter Lebensgefahr befand.

lni

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