Millionen Besucher von Kiel bis Hannover

Weihnachtsmärkte im Norden mit erster positiver Bilanz

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Foto: Der Weihnachtsmarkt Hannover hat einen neuen Besucherrekord. 1,5 Millionen Menschen schauten bei den Buden rund um die Marktkirche vorbei.

Hamburg/Hannover - Das kalte, trockene Wetter hat den Schaustellern auf den großen Weihnachtsmärkten im Norden Deutschlands ein gutes Geschäft beschert. In Hannover, Kiel, Lübeck, Bremen und Hamburg ist die Stimmung gut.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Umsätzen, das Wetter war bisher besser als gedacht und hat die Menschen auf den Weihnachtsmarkt gezogen“, sagte der Leiter des Historischen Weihnachtsmarktes am Hamburger Rathaus, Michael Dahms, auf dapd-Anfrage. Auf dem Markt am Hamburger Rathausmarkt rechnen die Betreiber mit insgesamt drei Millionen Besuchern – genauso viele wie im vergangenen Jahr und so viele wie in Hannover und Bremen zusammen.

In diesem Advent waren nach Angaben des Marktamts Hannover und der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte schon jeweils 1,5 Millionen Besucher auf den Märkten. In Kiel ist man mit den Besucherzahlen „zufrieden“, auch wenn es dort noch keine genauen Angaben gibt. Zwtl.: Kuscheliger und winterlicher. Auch die Stadt Lübeck vermeldet mit einer Million Tagesgästen gleichbleibend hohe Besucherzahlen auf ihrem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt.

„Nach meiner Einschätzung haben sich in diesem Jahr auch wieder mehr Einheimische auf dem Markt in der Innenstadt getroffen“, sagte die Sprecherin von Lübeck und Travemünde Marketing, Doris Schütz. Für den Erfolg des diesjährigen Weihnachtsmarktes macht auch sie das gute Wetter mitverantwortlich: „Es war kuscheliger und winterlicher als im vergangen Jahr“, sagte Schütz.

Der Renner auf allen Märkten: Glühwein und Wurst. „Für Bratwurst und Glühwein stehen die Leute ja immer Schlange“, sagt der Leiter des Marktamtes Hannover, Michael Flohr. Besonders beliebt sind in Hannover neben den traditionellen Gerichten und Getränken auch heißer Schafskäse, die ungarische Brotspezialität Lángos und Fleischspieße.

Bremen hält es beim leiblichen Wohl klassisch: „Nach Glühwein, Feuerzangenbowle und Lebkuchen ist die Nachfrage am größten“, sagt der Geschäftsführer des Bremer Landesverbandes Marktkaufleute und Schausteller, Rolf Herderhorst. Aber auch die Gestaltung des Weihnachtsmarkts spielt für viele Besucher neben dem kulinarischen Genuss eine große Rolle: „Die Menschen lieben auf der einen Seite traditionelle Dinge, die sich in den vergangenen hundert Jahren nicht verändert haben“, sagte die Lübeckerin Schütz.

In Bremen sind Kopfbedeckungen aller Art stark nachgefragt, weiß die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte, Nadja Niestädt: „Die Damenwelt geht gern wieder mit Hut.“ Für Last-minute-Geschenke in Hannover empfiehlt Michael Flohr Werkzeuge aus Schokolade: „von Hammer bis Schraubenzieher ist alles dabei“.

dapd

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