Als Bundesratspräsident

Weil trifft den Papst bei Privataudienz

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Hannover - Papst Franziskus wird am Montag Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil empfangen. Der reist in seiner Eigenschaft als amtierender Bundesratspräsident nach Rom.

Die letzte Auslandsreise in seiner Rolle als amtierender Bundesratspräsident führt Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil nach Rom zu Papst Franziskus. Im Apostolischen Palast wird das Oberhaupt der katholischen Kirche den SPD-Politiker am Montag zu einer Privataudienz empfangen. Weil selbst sieht die Reise als Höhepunkt seiner bisherigen Reisetätigkeit. "Papst Franziskus ist ganz sicher derzeit die moralische Autorität, die wir auf der Welt haben", sagte er.

"Ich glaube, dass es mir beim Papst geht wie Millionen anderer Menschen: Ich bin tief beeindruckt von seiner Amtsführung - davon, wie er es immer wieder schafft, durch ganz kluge Gesten mehr auszudrücken als man das in jeder Grundsatzrede tun könnte", sagte Weil. Die Gespräche im Vatikan stehen seinen Angaben zufolge auch im Zusammenhang mit dem anstehenden 50. Jahrestag des Konkordats zwischen dem Land Niedersachsen und der katholischen Kirche. Der Staatsvertrag vom 26. Februar 1965 regelt das Verhältnis.

Vor dem Rückflug am Montagabend sind im Anschluss an die Papst-Audienz ein Treffen mit dem italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano und Regierungschef Matteo Renzi sowie ein Vortrag über den Bundesrat vor Abgeordneten der italienischen Abgeordnetenkammer geplant.

Weils Amtszeit als Bundesratspräsident endet am 31. Oktober; inoffiziell übergibt Niedersachsens Ministerpräsident aber schon bei der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Hannover einen symbolischen Amtsschlüssel an den Nachfolger, seinen hessischen Amtskollegen Volker Bouffier (CDU).

lni

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