Gare du Nord evakuiert

Weltkriegsgranate im Gepäck sorgt für Wirbel

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Paris - Mit einer entschärften Weltkriegsgranate im Gepäck hat ein Reisender am Gare du Nord in Paris für Wirbel gesorgt. Wie ein Sprecher der französischen Staatsbahn SNCF mitteilte, wurde am Montagvormittag ein Teil des Bahnhofs evakuiert, während Sprengstoffexperten die Granate untersuchten.

Den Angaben zufolge wollte der Mann mit der aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg stammenden Granate nach Großbritannien reisen. Der Vorfall führte zu Behinderungen im Bahnverkehr. Der Nordbahnhof zählt täglich rund 900.000 Passagiere, die Fern- und Nahverkehrszüge beziehungsweise die Pariser Metro nutzen.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Paris ein Granatenfund bei einem Passagier für Aufregung sorgt: Bereits im September 2013 wurde ein Teil des Nordbahnhofs evakuiert, weil ein Reisender mit einer historischen Granate im Koffer einen Eurostar-Zug in Richtung Großbritannien besteigen wollte.

Ein SNCF-Sprecher sagte damals, so etwas komme "hin und wieder" vor. Waffen aus den Weltkriegen sind in vielen europäischen Ländern begehrte Sammelobjekte. Sie werden unter anderem auf den Pariser Flohmärkten angeboten.

afp

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