Studenten der TU Braunschweig

Weltrekordversuch mit 1000 Blatt Papier

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Foto: Kleben, kleben, kleben: 14 Studenten entwickeln einen Papierflieger.

Braunschweig - Sie wollen ins Guinness-Bauch der Rekorde - Studenten der Technischen Uni Braunschweig haben ein Jahr lang einen gigantischen Papierflieger gebaut. Am Sonnabend soll er erstmals in die Luft gehen.

Braunschweig. Mit einem Papierflugzeug wollen 14 Studenten und Mitarbeiter der Technischen Universität in Braunschweig ins Guinness-Buch der Rekorde. Sie haben ein Jahr lang gerechnet, geschnitten und geklebt: Aus 1000 Blättern Papier, 500 Tuben Klebstoff und 200 Fläschchen Sekundenkleber haben sie einen monströsen Papierflieger gebaut. Das Ungetüm mit einer Spannweite von 18 Metern soll am Sonnabend in die Luft gehen.

Die Einzelteile haben die Studenten fertig gebastelt. Das Gesamtkunstwerk werden sie selbst erst morgen sehen. Dann stecken sie die Flügel und dem Rumpf in einem Hangar auf dem Flughafen zusammen. „Die einzelnen Teile - etwa die Holme der beiden Flügel - haben wir auf ihre Tragfähigkeit geprüft“, erklärt Stefan Mahrt. Der Student hat die Bauleitung für den Flieger übernommen und hat zusammen mit Ingenieur Martin Pietrek, der an der Uni arbeitet, die genauen Maße berechnet. Die Ergebnisse sind laut Mahrt vielversprechend. „Natürlich sind wir aufgeregt, ob die Arbeit sich auszahlt. Aber ich sehe uns auf einem guten Weg.“

Pietrek berichtet, wie die Studenten aus langen Rollen bis zu sechs Meter lange Papierbahnen abgeschnitten haben. Kein Bauteil des Fliegers besteht aus einer einzigen Bahn - die Tragflächen etwa sind jeweils aus fünf Papierbahnen zusammengesetzt. An den Stellen, die besonders viel Last aushalten müssen, sind zudem bis zu 4 Schichten Papier übereinander geklebt. Das Flugzeug muss laut Pietrek 15 Meter weit fliegen, damit die Studenten ins Guinness-Buch kommen. Den bisherigen Rekord halten Studenten aus den Niederlanden - sie haben 14 Meter geschafft.

Die Braunschweiger sind fest entschlossen, den Rekord nach Deutschland zu holen: Bereits vor einem Jahr hofften sie auf den Titel. Damals knickte der Flügel ihres Flugzeugs allerdings nach wenigen Metern ein. „Letztes Mal entstand die Idee zwischen Tür und Angel“, erzählt Pietrek. Damals sei das Team der Wissenschaftssendung „Galileo“ auf die Uni zugekommen und habe gefragt, ob ein solch großes Flugzeug aus Papier überhaupt fliegen könne. „Wir haben dann mal eben in drei Wochen eines gebaut.“ Das habe gar nicht funktionieren können.

Diesmal haben die Studenten sich daher mehr Zeit gelassen und erst nach monatelangen Berechnungen mit dem Bau begonnen. Hilfe hatten die angehenden Techniker seither viel. Nicht nur von ganzen Wohngemeinschaften, die am Wochenende kollektiv Bauteile für den Flieger ausgeschnitten haben“, sagt Tüftler Mahrt.

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