Jahresbilanz

Wenig Einsätze für Seenotretter

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Foto: Das Seenotrettungsboot "Casper Otten" auf der Nordsee vor der Insel Langeoog.

Cuxhaven - Wenn die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag in Cuxhaven ihre Einsatzbilanz des Jahres 2013 vorstellen, können sie wahrscheinlich von einem relativ ruhigen Jahr berichten.

Zumindest bis Ende September war die Zahl der aus Seenot oder drohender Gefahr geretteten Menschen mit 701 deutlich kleiner als im Vorjahreszeitraum (1126). Auch die Zahl der Einsätze sank leicht auf 1937. Als Grund nannte die DGzRS die kurze Wassersportsaison. Im letzten Quartal werden die Seenotretter in der Regel seltener gerufen. Anfang Dezember endete eine ungewöhnliche Spendenaktion der DGzRS. Wer Geld für einen neuen Seenotkreuzer geben wollte, konnte in einen Hamburger oder einen Sylter Topf spenden.

Am Ende war im Topf Sylt etwas mehr Geld, so dass der Seenotkreuzer mit "Pidder Lüng" einen Namen mit Sylt-Bezug erhielt und das Tochterboot auf den hamburgischen Namen "Michel" getauft wurde. Insgesamt brachte die Aktion "Reetdach gegen Reeperbahn" mehr als 1,4 Millionen Euro ein. Beim Stiftungsfest der Bremer Eiswette kamen an diesem Wochenende 427 000 Euro zusammen, deutlich mehr als 2013. Jedes Jahr ernennt die DGzRS einen prominenten ehrenamtlichen Botschafter. Auf den Moderator Yared Dibaba (2013) folgt jetzt der Musiker Klaus Lage.

dpa

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