Das schwarze Gold kommt

Westfalen rollen zur Küste

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Papenburg - Reif für die Inseln sind wieder viele Urlauber aus Nordrhein-Westfalen. Auf dem Weg zur Küste müssen sie jedoch zum Beginn der Sommerferien noch ein Nadelöhr passieren.

Nach Himmelfahrt und Pfingsten stellt sich die niedersächsische Küste zum Wochenende auf die nächste Reisewelle ein. Zum Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen werden in den kommenden Tagen zahlreiche Urlauber an der Nordsee erwartet. „Das schwarze Gold ist wieder da“, hieß es früher mit der Ankunft der Gäste aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland mit seinen vielen Zechen. Die Urlauber brauchen an vielen Orten nicht auf Gesellschaft beim Fußball-Schauen verzichten: An der Küste und auf den ostfriesischen Inseln gibt es mehrere Gelegenheiten zum Public Viewing.

Autofahrer müssen sich auf dem Weg zur Küste aber wieder auf ein Nadelöhr einrichten: Wegen der langwierigen Bauarbeiten am Emstunnel bei Leer an der Autobahn 31 ist dort mit Behinderungen zu rechnen.

Auch im Emsland wird an der A31 zwischen Papenburg und dem Emstunnel gebaut. Autofahrer aus dem Ruhrgebiet mit Kurs Norden sollten daher bei Dörpen eine Umleitung über die Bundesstraße 72 Richtung Leer nach Filsum zur A 28 nehmen, riet Joachim Delfs von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg.

Ohne Staus soll es von den Häfen an der Küste zu den ostfriesischen Inseln weitergehen. Dort werden häufiger als sonst Fähren pendeln, der Sommerfahrplan sieht etwa nach Norderney von morgens bis abends stündliche An- und Abfahrten vor. Auch zur Insel Borkum wurde der Fährplan ausgeweitet.

Derzeit ist die Buchungslage an der Küste gut bis sehr gut. „Wir haben noch viel Platz für Urlauber und Unterkünfte in allen Kategorien“, sagte Katja Benke von der Tourismusgesellschaft „Die Nordsee“. Norderney ist schon seit Wochen gut gefüllt und konnte bis Ende Juni ein spürbares Plus bei den Buchungen verzeichnen. „Mit den Ferien in Nordrhein-Westfalen wird ein zusätzlicher Run einsetzen, so dass dann die sprichwörtlich letzte Badewanne belegt sein wird“, erwartet Marketingleiter Herbert Visser. Lücken seien genug da, er rät aber Kurzentschlossenen dennoch dazu, vorher anzurufen.

Spannend wird es erst Ende Juli: Dann haben auch die Niedersachsen, Bremer, Hessen, Bayern und Baden-Württemberger Ferien. „In diesem Jahr haben wir enorme Überschneidungen bei den Ferienzeiten“, so Benke. Für die Tourismuswirtschaft sei dies enorm schlecht.

dpa

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