Klimaerwärmung auf der Erde

Extrem-Wetter und hohe Temperaturen: Forscher erwarten drastische Auswirkungen auch in den Bergen

Der Juli ist turbulent gestartet. Entspannung ist beim Deutschland-Wetter nicht in Sicht, die enormen Unterschiede bleiben wohl die Regel. Langfristig sehen Forscher eine extreme Entwicklung.

  • Das Wetter* bleibt in den nächsten Tagen im ganzen Land unbeständig.
  • Teils gibt es Sonnenschein und sommerliche Temperaturen, doch vor allem abends ziehen heftige Unwetter auf.
  • Es können Starkregen, Sturmböen und Hagel auftreten. Ein Jetstream beschert uns den stürmischen Monatswechsel (siehe Erstmeldung vom 29. Juni).

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Update, 17.05 Uhr: Die Sommer werden durch die globale Klimaerwärmung auch in den Bergen heißer. Selbst oberhalb von 1000 Metern Höhe werden Temperaturen über 30 Grad häufiger, wie aus veröffentlichten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hervorgeht.

Die Entwicklung werde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen. „Bei weltweit unverändertem Ausstoß von Treibhausgasen werden Sommer, die heute für uns extrem heiß sind, Ende des Jahrhunderts der Normalfall sein“, erklärte der DWD in Offenbach. Vor einigen Tagen gab es bereits eine erschreckende Prognose für die Alpen - auch die bayerischen: Ein Experte schilderte, dass bei der Landschaft „massive Änderungen“ drohen*.

Temperaturen von über 30 Grad könnten bald auch in den Bergen die Regel sein.

Update, 16.49 Uhr: Auf die Menschenmassen an den deutschen Urlaubsstränden reagieren Gemeinden an der Ostsee mit einer besonderen Maßnahme. Am Donnerstag entwickelte diese Neuentwicklung jedoch noch nicht ihr abweisendes Potenzial: Im Lauf des Tages zeigte die Ampel für sämtliche Strandabschnitte grün - hauptsächlich sicherlich bedingt durch das für Strandbesuche nicht optimale Wetter. An vielen Abschnitten blieben die Strandkörbe nämlich bei überwiegend grauem Himmel leer.

Wetter in Deutschland: Unwetterpotential bleibt hoch

Update vom 2. Juli, 6.51 Uhr: Der Juli 2020 ist turbulent mit kräftigem Blitz und Donner gestartet und es geht so weiter. Besonders im Süden kracht es. 

Am Donnerstag im Südosten von Baden-Württemberg sowie in Bayern ist im Tagesverlauf erneut mit teils heftigen Gewittern mit Unwetterpotential durch Starkregen um 30 l/qm/h, teils großkörnigem Hagel und schweren Sturmböen zu rechnen, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Abends ist auch mehrstündiger gewittriger Starkregen zwischen den Alpen und dem Bayerischen Wald nicht ausgeschlossen. Im Norden, Westen sowie in den mittleren Landesteilen Schauer und auch einzelne Gewitter, lokal eng begrenzt mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und Böen Bft 7 bis 9.

Dazwischen scheint laut wetter.net aber auch mal die Sonne. Die Temperaturen liegen bei 18 bis 27 Grad.     

Update vom 1. Juli, 17.17 Uhr: Auch für den Raum südwestlich von Stuttgart, von Sigmaringen bis nach Augsburg, werden schwere Warnungen ausgesprochen. Die Stärke der Unwetter und Regenmengen könnte das Ausmaß im Süden Bayerns sogar noch übertreffen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht deutliche Warnungen aus.

Update, 16.57 Uhr: Die Sommerhitze führt vor allem im Süden Deutschlands zu extrem ungemütlichen Nebenerscheinungen. Für die bayerischen Regionen in Alpennähe wurden Wetter-Warnungen ausgegeben. Auf das Oberland, Garmisch-Partenkirchen und weitere Regionen rollen heftige Gewitter zu.

„Potenzial hoch wie nie …“: Wetter-Experte warnt vor heftigen Windgeschwindigkeiten heute in Deutschland – und Tornados

Update, 09.23 Uhr: „Eine brisante Wetterlage", diagnostiziert Dominic Jung, Experte bei wetter.net für den Mittwoch. Denn es treffen herbstliche Temperaturen im Norden - bei teilweise nur etwa 18 Grad in Hamburg - auf Hochsommer im Süden - wo 32 Grad an der Tagesordnung stehen. Und damit steigt in einem schmalen Streifen zwischen Brandenburg und NRW das Risiko für ein Wetterphänomen, das mit zunehmendem Klimawandel auch in Deutschland bekannter wird: Lokal können Tornados auftreten. „Das Potenzial dafür ist heute so hoch wie noch nie bisher in diesem Sommer“, meint Dominik Jung. Auch andernorts sind schwere Gewitter mit Hagel und Sturmböen bis zu 100km/h möglich - laut Deutschem Wetterdienst liegt aber nur für die Region um Düsseldorf eine Wetterwarnung vor.

Erst zum Wochenende werden sich die Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd wieder angleichen - auf Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad.

Welche Rolle Wolken für den Klimawandel spielen - damit beschäftigen sich Forscher jetzt: Mit einer beunruhigenden Erkenntnis.

Wetter in Deutschland: Schwergewitterlage im Anzug - Hochwassergefahr steigt

Update vom 1. Juli, 6.57 Uhr: Es wird nun richtig schwülheiß in den meisten Teilen Deutschlands. Der Sommer ist angekommen, aber damit auch die nächste Schwergewitterlage. „Das geht am Mittwoch schon los und nicht nur Hagel und Sturmböen spielen eine Rolle, sondern besonders die Regenfälle können Probleme bereiten“, erklärt ein Experte von Wetter.com. Der Grund: Die Hochwassergefahr steigt in einigen Regionen. 

Am Vormittag ist die Lage jedoch noch etwas entspannter. Es kommt zwar bereits teils zu kräftigen Regenfällen im Westen und Teilen der Landesmitte, aber dabei besteht noch keine Unwettergefahr. Im Rest Deutschlands, vor allem im Süden und Osten, ist es tagsüber sommerlich und sonnig. „Hier geht es los mit dieser sehr schwülen Luft. Etwa ab der Linie Berlin - Köln südwärts haben wir 25 bis 32 Grad

Deutschland-Wetter: Es kommt zu Starkregen und lokaler Überflutungsgefahr

Es wird richtig schwül, weshalb sich die Temperaturen deutlich wärmer anfühlen“, porgnostiziert der Experte von Wetter.com. Im Norden ist es etwas kühler mit Temperaturen von 19 bis 23 Grad. In der Mitte Deutschlands bilden sich am Abend kräftige Gewitter. „Bei Starkregen besteht dann lokale Überflutungsgefahr“, heißt es bei Wetter.com. Kräftige Gewitter bilden sich außerdem etwa von den Alpen bis in die südwestlichen Berge hinein. Und auch im Norden gibt es einzelne Gewitter, die haben aber weniger Unwetterpotential.

Auch derDeutsche Wetterdienst (DWD) warnt auf seiner Webseite vor starken Gewittern mit Sturmböen um bis zu 80 km/h, Starkregen und kleinkörnigem Hagel bereits im Tagesverlauf in einem breiten Streifen vom Westen bis nach Brandenburg und Sachsen. Vereinzelt kann es demnach auch zu schweren Gewittern mit heftigem Starkregen, schweren Sturmböen bis zu 100 km/h und Hagel kommen. Im Bergland des Südwestens sowie am unmittelbaren Alpenrand kann es am späteren Nachmittag und Abend auch zu einzelnen Gewittern mit ähnlicher Stärke kommen. 

Deutschland-Wetter: Amtliche Warnung - Meteorologen sagen ruppige Nacht voraus

Update vom 30. Juni, 17.52 Uhr: In Deutschland gibt es am Dienstag in den meisten Regionen viel Sonne. Doch in der Nacht erwarten uns Blitz und Donner. Vor allem die Mitte und der Norden Deutschlands müssen sich laut wetter.de auf eine „ruppige Nacht“ einstellen. 

Von Westen her ziehen Schauer und Gewitter übers Land. Hinzu kommt ein kräftiger Westwind. In den östlichen Mittelgebirgen und an den Küsten drohen sogar Sturmböen. Das bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst.

Der DWD hat fast für die gesamte Ostsee-Küste sowie den gesamten Nordteil Schleswig-Holsteins eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben. 

Jetstream-Wetterlage in Deutschland - DWD mit Warnung

Update vom 30. Juni, 8.29 Uhr: Der Sommer zeigt sich am heutigen Dienstag in den meisten Teilen Deutschlands überwiegend von seiner freundlicheren Seite. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 20 bis 27 Grad, im Norden des Landes ist es etwas frischer mit 17 bis 21 Grad. Im Süden und Südosten ist es lange sonnig und trocken. Allerdings ist es im Nordwesten dichter bewölkt. 

Wetter in Deutschland: DWD warnt vor Sturmböen, am Mittwoch steigt Unwettergefahr auch im Süden

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt außerdem vor stürmischen Böen an der Nordsee. Im Tagesverlauf kann es bis ins Norddeutsche Tiefland steife Böen geben. An der See sind auch einzelne kurze Gewitter möglich. Und auch in den Gipfellagen einiger Mittelgebirge gibt es Sturmböen. In der Nacht zum Mittwoch geht es wettertechnisch dann ziemlich ungemütlich weiter. Im Norden und in der Mitte des Landes ziehen dichte Wolken auf, von Westen einsetzender Regen breitet sich in die Mitte aus. Die Tiefstwerte sinken in der Nacht auf 17 bis elf Grad, im Bergland kann es sogar bis zu acht Grad kalt werden. 

Tagsüber sieht es am Mittwoch ebenfalls in großen Teilen Deutschlands nicht gut aus: In der Nordhälte ist es laut der DWD-Prognose wolkig bis stark bewölkt und es kommt zu zunächst schauerartig verstärktem Regen. Am Nachmittag und Abend gibt es dann vor allem über der breiten Mitte teils „kräftige Gewitter mit Unwetterpotential“. Zumindest im Süden und Südosten des Landes ist es tagsüber wechselnd oder nur gering bewölkt, teils auch länger sonnig. Gegen Abend steigt aber auch hier die Unwettergefahr. Im Südwesten und in den Alpen gibt es einzelne kräftige Gewitter. Die Temperaturen liegen im Westen und Norden bei 20 bis 26 Grad, sonst zwischen 25 und 30 Grad.

Dieser Tage kommt es in Deutschland sehr oft zu Gewittern - vor allem zum Abend hin. 

Wetter in Deutschland: Erhöhte Unwettergefahr ab Mittwoch - und ein stürmischer Monatswechsel steht bevor

Erstmeldung vom 29. Juni 2020:

Berlin - Heftige Gewitter sind am Wochenende über Deutschland hinweggezogen, der Start in die Woche war regnerisch und auch die Aussichten für die kommenden Tage sind alles andere als rosig. Am Dienstag gibt es zwar eine kurze Verschnaufpause, doch am Mittwoch wird es ungemütlich weitergehen. Dann und auch am kommenden Donnerstag gibt es in Deutschland erhöhte Unwettergefahr vom Westen bis in den Osten und auch im Süden. „Nur im Nordwesten wird es wohl ruhiger bleiben“, prognostiziert Meorologe Paul Heger von Wetter.com.

Dass das Wetter in großen Teilen Deutschlands derzeit überwiegend stürmisch ist, liegt laut einem Bericht von weather.com am sogenannten Jetstream. Dabei handelt es sich um ein Starkwindband in luftigen Höhen, das unseren Westwind verursacht. Durch dieses Wetterphänomen steht uns nun ein stürmischer Monatswechsel bevor. Es werden vermehrt Tiefdrucksysteme unsere Wetterlage bestimmen, zwischen den Tiefs erscheint dann ein Zwischenhocheinfluss mit Sonnenschein. 

Wetter in Deutschland: Auch in der Nacht auf Dienstag einzelne Gewitter möglich

Schon in der Nacht auf Dienstag könne es vereinzelte Gewitter geben, prognostiziert der Experte von Wetter.com. Die Temperaturen sinken auf neun bis maximal 16 Grad. Tagsüber wird es am Dienstag besonders im Süden und Osten recht viel Sonnenschein und sommerliche Temperaturen bis zu 26 Grad geben. „Ansonsten dichtere Wolken mit etwas Regen und von NRW bis zur Ostseeküste auch ziemlich trüb“, heißt es in dem Video von Wetter.com.

In der Nordhälfte werde es sehr windig und an den Küsten könne es sogar einzelne Sturmböen geben. Am Mittwoch werde es insgesamt ziemlich trüb im Norden, knapp südlich davon, in den Regionen um Dresden, Leipzig und Berlin werde es wärmer. Teils könnte das Thermometer dort auf bis zu 28 Grad steigen. 

Wetter in Deutschland: Kräftige Gewitter in NRW und Sachsen-Anhalt 

Von NRW bis Sachsen-Anhalt bilden sich allerdings bereits tagsüber am Mittwoch kräftige Gewitter. „Wieder Unwettergefahr* mit Starkregen, Sturmböen und Hagel“, kündigt der Wetter.com-Experte Heger an. Später sollen die Unwetter demnach auch weiter Richtung Osten ziehen.

Im Süden Deutschlands wird es wohl zunächst ein wunderbarer Hochsommertag mit bis zu 32 Grad und viel Sonnenschein werden, doch bereits tagsüber kann es vereinzelt zu starken Gewittern kommen. Im Laufe des Mittwochabends zieht von Frankreich aus ein Gewitter über Süddeutschland hinweg, das in der Nacht zum Donnerstag auch den Osten des Landes erreicht. „Es wird eine sehr unruhige Nacht“, heißt es bei Wetter.com. Unter anderem soll es Starkregen und Sturmböen* geben. 

Wetter in Deutschland: Unwettergefahr für weite Landesteile auch am Donnerstag

Am Donnerstag besteht weiterhin Unwettergefahr im Osten und Südosten des Landes und auch im Norden Deutschlands gibt es vereinzelt erneut kräftige Gewitter. Der Regenschirm ist in den nächsten Tagen also ein guter Begleiter.

Übrigens: In Bayern droht ein markanter Wetter-Umschwung inklusive heftigem Temperatur-Sturz. Und in einer aktuellen Sommer-Prognose reden Wetter-Experten Klartext über Hitzesommer-Vorhersagen - in Nachbarregionen scheint der Rekordsommer bereits zuzuschlagen.

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Rubriklistenbild: © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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