Fachmann äußert sich

Neue Wetterprognose für Herbst und Winter überrascht - Experte mit ungewöhnlicher Vorhersage

Dem Sommer geht bald zu Ende. Einer Einschätzung nach könnten die Jahreszeiten Herbst und Winter in diesem Jahr überraschen.

Kassel – Das Wetter in Deutschland hat in diesem Jahr wenig verwöhnt. Statt Sonne satt war der Himmel oft wolkenverhangen. Niederschläge waren häufig und nicht selten heftig. Extreme wie Unwetter mit Orkanböen, Starkregen, Blitz und Donner waren keine Seltenheit. Und auch die Temperaturen kommen kaum auf Hochtouren. Eine Wetter-Wende im Sommer* ist nicht abzusehen.

Das August-Ende kommt bereits sehr herbstlich daher. Auch wenn noch nicht wirklich vorhersehbar ist, wie das Herbst- und Winter-Wetter in Deutschland ausfällt, wagen sich Meteorologen der National Oceanic und Atmospheric Administration (NOAA) aus den USA an ein erstes Schaubild für die beiden Jahreszeiten heran.

Wetter in Deutschland: Wie werden Herbst und Winter? Experte nimmt US-Modell unter die Lupe

Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net hat sich das US-Modell etwas genauer angeschaut. „Das sind alles naturwissenschaftliche Dinge. Diese Prognosen sind machbar, aber niemand sollte sein Leben danach ausrichten“, warnt der Diplom-Meteorologe.

Droht ein früher Winter? Wetter-Experten haben jetzt eine erste Prognose aufgestellt.

Dennoch setzen die Wetter-Experten aus Übersee mit ihren Prognosen einen ersten Trend. „Wir können nur versuchen abzuschätzen: Wie laufen die Monate ab?“. Die Antwort: ziemlich durchschnittlich. Was für Deutschland angesichts der vergangenen Jahre eher heißt: ungewöhnlich.

Der September, Oktober und November sollen nämlich weder zu warm noch zu kalt werden. Das bedeutet: Die Temperaturen im Herbst und Winter scheinen sich im langjährigen Mittel einzupendeln.

Winter-Abschluss in Deutschland mit normalen Temperaturen

Der Dezember und Januar werden im Vergleich zum Klimamittel 0,5 bis ein Grad zu warm sein, liest Jung ab. Ausnahmen bilden die Ostseeküste (Dezember), der äußere Nordwesten (Januar) und Schleswig-Holstein (Dezember und Januar). Zum Winter-Abschluss in Deutschland soll ein Februar folgen, der ebenfalls normale Temperaturen mit sich bringt.

Jung blickt mit Sorgen auf das NOAA-Modell aus den USA: „Normale Monate, die nicht zu warm oder nicht zu kalt waren, gab es eigentlich schon lange nicht mehr so wirklich. Oft waren wir deutlich zu warm - über dem Klimamittel“.

Der Wetter-Experte schlussfolgert: „Deshalb könnte dabei herauskommen, dass wir den Herbst und den Winter als zu kalt empfinden werden. Weil wir eben diese normalen Monate gar nicht mehr gewohnt sind in den vergangenen Jahren“. Denn der Mensch sei bekanntlich ein Gewohnheitstier.

Wetter-Prognose für Herbst und Winter - Experte sieht „spannende Entwicklung“

Laut Jung handelt es sich um eine „sehr spannende Entwicklung, die sich da andeutet“. Denn hinzu kommt, dass der Herbst und Winter „weder zu nass noch zu trocken ausfallen“ sollen. Das wäre „sehr positiv für einen richtigen Winter bei uns im Land. Die vergangenen Jahre brachten immer einen sehr nassen Winter“. So sei es zumindest stets prognostiziert worden.

Weitere interessante Wetter-News* finden Sie auf unserer Themenseite. Mit dem HNA-Newsletter erhalten Verbraucher die besten Tipps und Tricks direkt in Ihr Postfach.

„Das sprach oftmals für den klassischen Westwetterlagen-Winter mit den milden Luftmassen vom Atlantik. Aber das scheint dieses Mal nicht der Fall zu sein“, erläutert der Wetter-Experte. Alles also ein bisschen anders in diesem Jahr.

Aber, das vergisst Jung auch am Ende seiner Ausführungen nicht zu betonen, es handele sich bei diesen Aussichten eben noch um „keine klassische Wetter-Vorhersage“. Jung nennt es lieber „klimatologische Monatstrends“. (jfw)*hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Darek Delmanowicz/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare